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Falsche Brandschutz-Fachleute am Hauptstadtflughafen

Luftverkehr Falsche Brandschutz-Fachleute am Hauptstadtflughafen

Am krisengeplagten Hauptstadtflughafen waren auch Mitarbeiter als Brandschutzexperten tätig, denen die nötigen Eignungsnachweise fehlten. Flughafenchef Mühlenfeld beteuert, dass das keine große Sache ist.

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Probleme mit dem Brandschutz haben das Projekt BER weit zurückgeworfen.

Quelle: Patrick Pleul/Archiv

Schönefeld. Am neuen Hauptstadtflughafen (BER) haben Firmen in den vergangenen Jahren Mitarbeiter zu Unrecht als Brandschutz-Fachleute ausgegeben.

Kontrollen der Flughafengesellschaft hätten ergeben, dass die notwendigen Nachweise für die Fachkunde fehlen, teilte der Berliner Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) mit.

In seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Piratenpartei sprach er von Einzelfällen "im niedrigen einstelligen Bereich" seit 2012. Müller ist Aufsichtsratschef der staatlichen Flughafengesellschaft.

Er berief sich auf Angaben der Geschäftsführung um Flughafenchef Karsten Mühlenfeld. Demnach werden die Eignungsnachweise bei der Vergabe von Aufträgen überprüft, danach bei Personalwechseln und seit August 2014 auch bei regelmäßigen Kontrollen auf der Baustelle.

Mühlenfeld sagte in Berlin, er wünsche sich bei den Themen rund um den Hauptstadtflughafen mehr Sachlichkeit. "Es ist nicht notwendig, dass solche Themen wie heute, dass es den einen oder anderen Mitarbeiter im Brandschutz gab, der nicht die nötige Qualifikation hatte, in den Nachrichten sind. So was gibt es auf jeder Baustelle. Das Gute ist eigentlich nur, dass man's herausgefunden hat."

Probleme mit dem Brandschutz, etwa auch wegen überbelegter Kabeltrassen, hatten das Projekt weit zurückgeworfen. Die Betreiber wollen den neuen Flughafen nun in der zweiten Jahreshälfte 2017 eröffnen - mit sechs Jahren Verspätung.

dpa

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