Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Ferrero trennt sich von Zulieferer
Nachrichten Wirtschaft Ferrero trennt sich von Zulieferer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:18 25.11.2016
Eine britische Boulevardzeitung​ hatte berichtet, dass in Rumänien Familien, auch mit ihren Kindern, im Auftrag eines Ferrero-Zulieferers in Heimarbeit die für Ü-Eier vorgesehenen Plastikkapseln mit Spielzeug befüllen. Quelle: dpa
Anzeige
Frankfurt/Bukarest

Nach einem Bericht über angebliche Kinderarbeit bei der Produktion von Überraschungseiern in Rumänien hat sich der Süßwarenhersteller Ferrero von einem rumänischen Zulieferer getrennt. Dies teilte Ferrero Deutschland in Frankfurt mit. Zwar habe man zunächst keine Hinweise auf Kinderarbeit bei der Produktion der Ü-Eier gefunden, wohl aber „Abweichungen von Ferrero-Richtlinien und -Verträgen“. Die von Ferrero eingeleiteten Untersuchungen seien noch nicht beendet.

Abweichungen von den Verträgen – auch bei Hygiene

Die britische Boulevardzeitung „The Sun“​ hatte berichtet, dass in Rumänien Familien – auch mit ihren Kindern – im Auftrag des Ferrero-Zulieferers Prolegis in Heimarbeit die für Ü-Eier vorgesehenen Plastikkapseln mit Spielzeug befüllen. Rumäniens Staatsanwaltschaft leitete daraufhin Ermittlungen wegen Verdachts auf Ausbeutung Minderjähriger ein. 

Auch das Thema Hygiene macht Ferrero Sorgen: „Die in dem Artikel (der „Sun“) geschilderten Hygienebedingungen entsprechen keinesfalls den strengen Qualitätsvorgaben und Ansprüchen von Ferrero“, schrieb das Unternehmen. „Die Produktion aller Überraschungseier (die Schokolade wie auch die befüllte gelbe Kapsel)“ werde normalerweise „alle zwei Stunden insbesondere hinsichtlich möglicher Keimbelastungen überprüft.“ 

Von RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Angesichts der vielen Rabatte dürften am „Black Friday“ besonders viele Bestellungen bei Amazon eingehen. Ausgerechnet an diesem Tag streiken Amazon-Mitarbeiter an vier deutschen Standorten. Sie verlangen Verhandlungen über einen Tarifvertrag.

25.11.2016

Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum Jahreswechsel um 34 Cent auf 8,84 Euro pro Stunde. Lidl zahlt seinen Mitarbeitern heute schon mehr – und erhöht seinen eigenen Mindestlohn bald um 50 Cent auf 12 Euro pro Stunde.

25.11.2016

Lufthansa-Piloten gehören zu den bestbezahlten Angestellten in Deutschland. Trotzdem wollen sie mindestens vier Tage in Folge streiken. Dafür gibt es Gründe.

25.11.2016
Anzeige