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Wirtschaft Fipronil-Skandal: So reagieren die Supermärkte
Nachrichten Wirtschaft Fipronil-Skandal: So reagieren die Supermärkte
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13:03 04.08.2017
Millionenfach werden Eier entsorgt. Quelle: dpa
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Hannover

Der Skandal um die mit Insektizid verseuchten Eier weitet sich aus. Aldi hat angekündigt, als Vorsichtsmaßnahme alle Eier aus den Regalen zu nehmen. So unterschiedlich reagieren die Supermarktketten auf den Skandal.

Aldi

Aldi Nord und Süd: Der Discounter hat am Freitagvormittag angekündigt alle Eier aus dem Sortiment zu entfernen. Das sei eine reine Vorsichtsmaßnahme. Zuvor hatte Aldi bereits alle aus den Niederlanden stammenden Eier entfernt. Von sofort an dürften nur noch Eier an Aldi geliefert werden, für die ein Nachweis vorliege, dass sie negativ auf fipronilhaltiges Anti-Läusemittel getestet seien. Die Unternehmen teilten mit, das Vorgehen werde möglicherweise dazu führen, dass es zu Engpässen bei der Versorgung mit Eiern kommt.

Rewe und Penny

Rewe: Die Rewe-Group sieht keine Veranlassung sämtliche Euer aus dem Verkauf zu nehmen. Klaus Mayer, Leiter des Qualitätsmanagements, erklärt dazu: „Die Lage in Deutschland ist nicht mit der in den Niederlanden vergleichbar. Wir beobachten die Entwicklung engmaschig und tauschen uns mit den Behörden aus. Wir fordern von unseren Lieferanten Garantien und Untersuchungsergebnisse bis zum einzelnen Stall. Sollten wir im Sinne unserer Kunden zu der Erkenntnis kommen, dass weitergehende Schritte notwendig werden, so werden wir entsprechend reagieren.“ Am Mittwoch hatte die Rewe-Group bereits in allen Penny- und Rewe-Märkten Eier aus dem Sortiment genommen, die aus den Niederlanden stammen und mit NL gekennzeichnet sind.

Edeka

Edeka: Bei Edeka gibt es laut Unternehmenskommunikation bisher keine Hinweise auf Fipronil. Man stehe aber in einem engen Austausch mit den Lieferanten und den zuständigen Behörden. Die frischen Eier der Edeka-Eigenmarken würden ausschließlich aus Deutschland stammen. „Sollte sich herausstellen, dass Eier aus den betroffenen Chargen auch an EDEKA geliefert worden sind, werden wir diese unverzüglich aus dem Verkauf nehmen und mit dem betroffenen Lieferanten erforderliche Maßnahmen vereinbaren.“

Lidl

Lidl: Lidl teilte mit, dass man belastete Eier im Verkauf hatte, diese wurden bereits entfernt. „Der Warenbezug von Höfen, auf denen Fipronil festgestellt wurde, ist komplett eingestellt“, hieß es in einer Mitteilung. Kunden könnten Eier unter Vorlage des Kassenbons zurückbringen. Ein Unternehmenssprecher erklärte, Lidl Deutschland nehme ausschließlich Eier von Lieferanten an, die nachweislich von Behörden oder akkreditierten Laboren negativ auf Fipronil beprobt seien. „Wir haben bereits unmittelbar nach Bekanntwerden Eier von Höfen, auf denen DEGA 16 eingesetzt wurde und bei denen der Verdacht des Einsatzes bestand, unverzüglich aus dem Verkauf genommen und Warenbezug von Höfen, auf denen Fipronil festgestellt wurde, komplett eingestellt.“

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