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Fischereireform zwingt zur Modernisierung der Hochsee-Flotte

Fischerei Fischereireform zwingt zur Modernisierung der Hochsee-Flotte

Fischer dürfen unerwünschte Fänge seit diesem Jahr nicht mehr ins Wasser zurückwerfen, sondern müssen sie mit an Land bringen. Der hohe Aufwand dafür zwingt sie zur Modernisierung der Fangschiffe. Die EU verspricht sich davon eine Schonung der Bestände.

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Der neue Fischerei-Trawler ROS 777 «Mark». Der Trawler der Warnemünder Hochseefischerei ist der erste Schiffsneubau der deutschen Hochseefischerei seit 1996.

Quelle: Jens Büttner

Rostock. Die EU-Fischereireform hat die Betriebskosten der deutschen Hochseefischer nach Angaben ihres Verbandes in die Höhe getrieben. "Wir haben einen wirtschaftlichen Mehraufwand, um die gleiche Quote abzufischen", sagte der Vorsitzende des Deutschen Hochseefischerei-Verbandes, Uwe Richter, der dpa.

Dazu habe insbesondere das Rückwurfverbot für unerwünschte Fänge beigetragen.

Seit Jahresanfang müssen alle Fische, die in die Netze gehen, an Land gebracht werden, auch wenn sie zu klein sind. Die Fänge werden auf die zugelassenen Fangquoten der Länder angerechnet. Das Thema wird auch den Deutschen Fischereitag von Dienstag (25. August) bis Donnerstag in Rostock beschäftigen.

Der Verband der Kutter- und Küstenfischer beklagt ebenfalls den Mehraufwand und bezweifelt zudem den Sinn des Rückwurfverbotes. In den Beifängen seien immer auch überlebensfähige Fische, sagte der Vorsitzende Norbert Kahlfuss.

Ziel der EU-Regelung ist es, die strapazierten Fischbestände in den Meeren besser zu schützen. Zurückgeworfene Fische waren oft tot oder verletzt. Das Thema wird Richter zufolge auch den Deutschen Fischereitag von Dienstag bis Donnerstag in Rostock beschäftigen. Die konkreten wirtschaftlichen Auswirkungen des Rückwurfverbotes würden aber international erst am Jahresende ermittelt und ausgewertet.

Zugleich zwingt die Reform zur Modernisierung der Hochseefischereiflotte, wie Richter sagte. Um unerwünschte Fänge zu vermeiden und die Nachhaltigkeitsforderungen zu erfüllen, werde stark an der Entwicklung neuer Fangtechnik gearbeitet. Zudem spiele die technische Modernisierung der Fahrzeuge eine Rolle. Der Energie- und Treibstoffverbrauch müsse sinken, um die Kosten je Tonne Fisch zu reduzieren.

Zur deutschen Hochseefischereiflotte gehören nach seinen Worten acht Fangschiffe. Im Mai war in Sassnitz auf Rügen der neue Trawler ROS 777 "Mark" der Warnemünder Hochseefischerei in Dienst gestellt worden. Es handelte sich um den ersten Schiffsneubau der Flotte seit 19 Jahren. Zwei weitere Neubauten seien in Auftrag gegeben. In der deutschen Hochseefischerei sind 350 bis 400 Menschen beschäftigt.

Auf dem Deutschen Fischereitag wollen die Verbände die Vermeidung unerwünschter Fänge, aber auch die Verwertung diskutieren. Derzeit werden zu kleine Fische unter anderem zu Fischmehl für Tierfutter verarbeitet. Wissenschaftler befassen sich aber auch mit Möglichkeiten der Nutzung für die menschliche Ernährung. Des weiteren soll die voll dokumentierte Fischerei mit Kameras diskutiert werden, die bereits auf einem Hochseefischereifahrzeug getestet wurde.

dpa

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