Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Flexstrom-Gläubiger bekommen Geld nicht vor Ende 2018
Nachrichten Wirtschaft Flexstrom-Gläubiger bekommen Geld nicht vor Ende 2018
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:03 16.05.2015
Flexstrom war mit einem umstrittenen und letztlich nicht funktionierenden Geschäftsmodell groß geworden. Quelle: Paul Zinken/Archiv
Anzeige
Berlin

"Derzeit steht noch kein Betrag zur Verteilung an die Insolvenzgläubiger zur Verfügung." Zwei Jahre nach der Pleite sei noch immer nicht klar, wie viel von ihrem Geld die Ex-Kunden überhaupt wiedersehen.

835 000 Gläubiger gibt es in dem Fall, rund 594 000 davon haben bislang Forderungen angemeldet. Insgesamt gehe es um eine Summe von rund 569 Millionen Euro, sagte Düring. Gemessen an der Gläubigerzahl ist es das größte Insolvenzverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik.

Bei den Gläubigern handelt es sich vor allem um Strom- und Gaskunden,

die vorab oft dreistellige Euro-Beträge an Flexstrom oder eine der

Töchter Optimalgrün, Löwenzahn Energie und Flexgas überwiesen hatten.

Einen Teilbetrag will der Insolvenzverwalter zurückholen - und dafür auch Haftungs- und Anfechtungsansprüche gegen die Geschäftsleitung geltend machen. Eine mögliche Quote hänge maßgeblich von Verhandlungen und eventuellen Rechtsstreits ab, erklärte Düring. Das brauche Zeit.

Flexstrom war mit einem umstrittenen Geschäftsmodell groß geworden. Der Berliner Anbieter hatte Kunden mit Stromtarifen gelockt, die die Kosten oft erst im zweiten oder dritten Jahr nach Vertragsschluss deckten. Kunden bekamen die günstigsten Tarife nur, wenn sie lange im Voraus zahlten, häufig für ein ganzes Jahr. Viele kündigten bereits nach einem Jahr, so dass die Rechnung des Unternehmens nicht aufging.

Eigentlich hätten sich Betroffene bis zum Jahresende 2013 beim Insolvenzverwalter melden sollen. Doch auch jetzt können noch Ansprüche erhoben werden. Die Kosten der Prüfung müssen die Antragsteller dann aber selbst tragen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die US-Flugaufsichtsbehörde (FAA) hat vor einem potenziell gefährlichen Softwareproblem in Boeings 787 Dreamliner gewarnt. Demnach kann unter bestimmten Umständen plötzlich das gesamte Stromsystem der Maschine ausfallen - und damit möglicherweise die Kontrolle über das Flugzeug verloren werden.

16.05.2015

Mehr als zehn Jahre war die Nasa-Sonde im All, schickte Fotos und Daten und leistete Pionierarbeit in der Merkur-Forschung. Zweimal war die Mission verlängert worden, doch nun fand sie ein geplantes, aber dennoch spektakuläres Ende – mit einem Crash auf den Merkur.

11.05.2015

Trotz der erneuten Streikdrohung der Lokführergewerkschaft GDL setzt die Deutsche Bahn weiter auf Gespräche in dem festgefahrenen Tarifkonflikt. Die Bahn hoffe, dass die GDL auf das "seriöse Angebot" des Unternehmens eingehe, sagte eine Sprecherin in Berlin.

16.05.2015
Anzeige