Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Frankreich: Millionenstrafe für Preisabsprachen von Paketdienste

Transport Frankreich: Millionenstrafe für Preisabsprachen von Paketdienste

Zahlreiche Paketdienste sollen in Frankreich ihre Preiserhöhungen abgestimmt haben. Jetzt verhängt die Kartellbehörde hohe Strafen - ins Rollen gebracht hatte die Ermittlungen die Deutsche Bahn.

Voriger Artikel
Metro wartet auf den Weihnachtsendspurt
Nächster Artikel
Studie: Teure Autos und Luxus-Übernachtungen bei Kunden gefragt

Die Deutsche-Post-Tochter DHL sowie die SNCF-Tochter Geodis, TNT Express France, Dachser France, DPD France und FedEx Express gehören zu den sanktionierten Firmen.

Quelle: Gero Breloer/Symbolbild

Paris. Wegen illegaler Preisabsprachen müssen Paket- und Frachtdienste in Frankreich 672,3 Millionen Euro Strafe zahlen.

20 Unternehmen und ein Logistikverband hätten wiederholt ihre jährlichen Preiserhöhungen abgestimmt, teilte die französische Wettbewerbsbehörde am Dienstag mit. Auch deutsche Unternehmen sind betroffen. Die geheim gehaltenen Gespräche fanden der Behörde zufolge in den Jahren 2004 bis 2010 statt. Ein Teil der Firmen soll sich zudem über die Methode abgestimmt haben, höhere Dieselkosten an ihre Kunden weiterzugeben.

Ins Rollen gebracht hatte die Ermittlungen die Deutsche Bahn AG, die für den französischen Ableger ihrer Logistik-Sparte Schenker eine Kronzeugenregelung in Anspruch nahm. Trotz wachsender Geschäfte dank Onlinehandel sei der Transport von Paketen und Frachtstücken unter drei Tonnen in Frankreich wenig profitabel, hieß es beim Kartellamt.

Die Frankreich-Sparte der Deutsche-Post-Tochter DHL muss gut 81 Millionen Euro zahlen. Ein Post-Sprecher kündigte an, der Konzern werde die Entscheidung jetzt prüfen. Weitere Angaben wollte er zunächst nicht machen. Auch die SNCF-Tochter Geodis sowie TNT Express France, Dachser France, DPD France und FedEx Express gehören zu den sanktionierten Firmen.

Die DB-Tochter Schenker muss trotz Kronzeugen-Status 3 Millionen Euro bezahlen. Die Geldbuße sei auf Fehlverhalten eines Ex-Mitarbeiters zurückzuführen, teilte ein DB-Sprecher mit. Dieser habe an einer Verbandstagung teilgenommen, ohne dies den Behörden anzuzeigen. "Die Kartellbehörde bestätigt, dass die DB im Laufe des Verfahrens als Kronzeuge umfassend mit der Behörde kooperiert hat."

Als zweites Unternehmen machte der Logistikkonzern Kühne+Nagel von der Kronzeugen-Regelung Gebrauch, seine Tochter Alloin profitiert deshalb bei der Geldbuße von einem 30-prozentigen Abschlag und muss 32 Millionen Euro zahlen. Nach Angaben eines Sprechers der Wettbewerbsbehörde können die Unternehmen in Berufung gehen, die Strafe muss allerdings zunächst bezahlt werden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 11.236,50 +0,29%
TecDAX 1.756,50 +0,18%
EUR/USD 1,0562 -0,48%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

FMC 77,20 +3,47%
FRESENIUS... 69,87 +2,31%
BEIERSDORF 78,43 +1,86%
DT. BANK 17,32 -3,34%
THYSSENKRUPP 23,48 -2,44%
INFINEON 16,20 -1,12%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 163,72%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 112,08%
Fidelity Funds Glo AF 98,25%
Morgan Stanley Inv AF 95,73%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr