Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Frühjahrsbelebung drückt März-Arbeitslosigkeit auf 25-Jahre-Tief

Arbeitsmarkt Frühjahrsbelebung drückt März-Arbeitslosigkeit auf 25-Jahre-Tief

Auch wenn der Konjunkturhimmel sich eintrübt - auf dem deutschen Arbeitsmarkt spürt man davon noch nichts. Auch nichts von den vielen Flüchtlingen, die in Deutschland Sicherheit und einen Job suchen. Die dürften erst später im Jahr für steigende Erwerbslosenzahlen sorgen.

Voriger Artikel
Bankenverband erwartet keine höheren Gebühren für Privatkunden
Nächster Artikel
Spanien hat Probleme mit der Haushaltslücke

Auch wenn die Arbeitslosigkeit im Jahresschnitt im Vergleich zu 2015 leicht sinken werde, sei in der zweiten Jahreshälfte saisonbereinigt mit einem Anstieg der Erwerbslosenzahlen zu rechnen.

Quelle: Bernd Wüstneck/Archiv/Symbolbild

Nürnberg. Die Frühjahrsbelebung hat die Zahl der Arbeitslosen auf den niedrigsten März-Stand seit 25 Jahren sinken lassen. Weniger Erwerbslose hatte es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) zuletzt im März 1991 gegeben.

Insgesamt waren zuletzt 2,85 Millionen Männer und Frauen ohne Arbeit - und damit 66 000 weniger als im Februar und rund 87 000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 6,5 Prozent.

Zwar sei der Frühaufschwung in diesem Jahr etwas schwächer ausgefallen als in den zurückliegenden Jahren, räumte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise ein. "Aber wenn die (saisonbedingte) Verschlechterung des Arbeitsmarktes im Winter nicht allzu groß ist, dann kann auch die Verbesserung der Arbeitsmarktlage im Frühjahr nicht übermäßig sein", gab der Bundesagentur-Chef zu bedenken. Tatsächlich war der Anstieg der Arbeitslosigkeit in den drei Wintermonaten mit 278 000 deutlich geringer ausgefallen als in früheren Jahren.

Zufrieden war am Donnerstag auch Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD): Die jüngsten Daten zeigten, dass der Arbeitsmarkt "aufnahmefähig, robust und für kommende Herausforderungen gewappnet" sei. Dabei verwies sie auch auf die weiterhin steigende Zahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze. Jene, die eine Stelle haben, unterlägen zudem nur einem sehr geringen Risiko, diese demnächst zu verlieren.

Nur eine geringe Rolle spielen bislang noch Flüchtlinge auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Zwar waren nach BA-Erkenntnissen im März 123 000 Männer und Frauen aus Asylzugangsländern arbeitslos. Im Vergleich zu Februar waren das allerdings nur 12 000 mehr, im Vergleich zum Vorjahresmonat 54 000. Der Großteil derjeniger, die in den vergangenen zwölf Monaten in Jobcentern um Arbeit nachsuchten, seien Syrer gewesen, berichtete BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker.

Die Bundesagentur geht nach einer aktuellen Analyse für dieses Jahr von 320 000 bis 390 000 Menschen im erwerbsfähigen Alter aus, die als Flüchtlinge anerkannt sind. Die Zahl der erwerbslosen Flüchtlinge wird im Jahresschnitt 2016 um rund 90 000 steigen. Dabei sind die erwerbsfähigen Asylbewerber allerdings sehr ungleich über das Bundesgebiet verteilt: Sie konzentrieren sich nach Feststellungen der Bundesagentur-Statistiker vor allem auf die großen Städte sowie einige Kreise in West- und Norddeutschland.

Dass bislang nur ein Bruchteil der im Vorjahr nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge in der Arbeitslosenstatistik auftaucht, hat nach Beckers Einschätzung vor allem einen Grund: Viele steckten noch im Asylverfahren. Und Jobcenter seien für sie erst zuständig, wenn sie als Flüchtling anerkannt sind. "Je schneller das Bundesamt für Migration die Asylanträge bearbeitet, desto schneller werden sie in den Jobcentern ankommen", sagte der BA-Manager.

Wie rund es trotz eines sich zuletzt leicht eingetrübten Konjunkturhimmels auf dem deutschen Arbeitsmarkt läuft, zeigt nach Ansicht von BA-Chef Weise die ungebremst steigende Zahl von Arbeitsplätzen: Nach den jüngsten Daten des Statistischen Bundesamtes vom Februar erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt um 52 000 auf 43 Millionen. Das waren 543 000 mehr als im Vorjahr.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung legte nach einer Hochrechnung der Bundesagentur von Dezember auf Januar saisonbereinigt um 55 000 auf 31 Millionen zu. Das waren 731 000 mehr Menschen mit regulärer Beschäftigung als vor einem Jahr. Die Zahl der offenen Stellen lag im März bei 635 000 - das waren 92 000 mehr als vor einem Jahr. Besonders gesucht waren Arbeitskräfte in den Berufsfeldern Mechatronik, Energie- und Elektrotechnik, in Verkehr und Logistik sowie im Verkauf.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 11.192,50 +1,87%
TecDAX 1.734,50 +0,94%
EUR/USD 1,0613 -1,34%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. BANK 17,92 +3,37%
BAYER 93,10 +2,99%
THYSSENKRUPP 24,07 +2,11%
RWE ST 11,19 -4,51%
E.ON 6,35 -2,02%
MÜNCH. RÜCK 175,60 -1,04%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 165,03%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 111,00%
Polar Capital Fund AF 103,34%
Fidelity Funds Glo AF 92,98%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr