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Wirtschaft GDL-Chef Weselsky schmeißt Vorgänger raus
Nachrichten Wirtschaft GDL-Chef Weselsky schmeißt Vorgänger raus
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19:25 31.08.2015
GDL-Gewerkschaftschef Claus Weselsky. Foto: Kay Nietfled/Archivbild
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Frankfurt/Main

An der Spitze trifft es Weselskys Vorgänger Manfred Schell, der die GDL bis 2008 geführt und den ersten eigenständigen Lokführertarif bei der Deutschen Bahn erkämpft hatte. Schell kündigte in der "Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten" an, gegen den Rausschmiss vorgehen zu wollen. Er wolle beim Hauptvorstand gegen den Beschluss Widerspruch einlegen.

Auch die beiden ehemaligen Stellvertreter Weselskys, Sven Grünwoldt und Thorsten Weske, müssen die Gewerkschaft verlassen. Als Grund nannte die GDL in Frankfurt Beitragsrückstände in teilweise fünfstelliger Höhe. Wie die Summen im Detail zustandekommen, wollte die GDL auf Anfrage nicht mitteilen. Die Gewerkschafter hatten wiederholt den konfrontativen Kurs Weselskys in den Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn kritisiert.

"Wer trotz mehrfacher Aufforderung seinen Beitragszahlungen nicht nachkommt, hat keinen Anspruch auf Mitgliedschaft. Dies gilt für jeden, ohne Ansehen der Person", erklärte hingegen der amtierende GDL-Vize Norbert Quitter. Wegen gewerkschaftsschädigenden Verhaltens habe der geschäftsführende Vorstand auch den Ausschluss der Ex-Funktionäre Volker Siewke und Dieter Kowalsky beschlossen.

dpa

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