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Wirtschaft Gesundheitssparte treibt Bayer an
Nachrichten Wirtschaft Gesundheitssparte treibt Bayer an
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17:42 16.05.2015
Die Geschäfte der Bayer AG laufen vor allem wegen der Gesundheitssparte gut. Quelle: Oliver Berg/Archiv
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Leverkusen

In den ersten drei Monaten kletterten Umsätze und Ergebnisse in dem Teilbereich um jeweils gut 25 Prozent, wie Bayer am Donnerstag in einem Zwischenbericht mitteilte. Allerdings profitierte die Sparte auch von Zukäufen wie dem Erwerb der Produkte des US-Konzerns Merck & Co. Zudem erhielt Bayer Rückenwind durch den im Vergleich zum US-Dollar schwachen Euro.

Die derzeit günstigen Währungsrelationen sind auch zugleich der Grund für das Anheben der Prognose 2015: So rechnet Konzernchef Marijn Dekkers bis zum Jahresende inzwischen mit einem Umsatzvolumen in der Größenordnung von 48 Milliarden bis 49 Milliarden Euro. Von Januar bis Ende März erwirtschafteten die knapp 120 000 Mitarbeiter des Konzerns Erlöse in Höhe von 12,1 Milliarden Euro. Das war ein Zuwachs von knapp 15 Prozent. Bereinigt um Akquisitionen und Währungseffekte blieb allerdings nur ein Plus von 2,7 Prozent.

Den Rückgang des Nettoergebnisses um 8 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro begründete Bayer vor allem mit Sondereffekten: In den Zahlen hätten sich im Wesentlichen Aufwendungen für die Integration neuer Geschäfte sowie die Bereinigung von Produktionsstätten und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung bemerkbar gemacht, hieß es. An der Börse beeindruckten die Geschäftszahlen Börsianer und Anleger kaum: Das Papier notierte am Vormittag mit 128,50 Euro leicht im Minus. Bayer bleibt das nach dem Börsenwert teuerste Unternehmen im Leitindex Dax.

Planmäßig verläuft Dekkers zufolge die Abtrennung der Kunststoffsparte. "Wir gehen unverändert davon aus, MaterialScience spätestens bis Mitte 2016 an die Börse zu bringen", sagte er. 2014 hatte das Unternehmen angekündigt, den Bereich aus dem Konzern herauszulösen und ihn ähnlich wie vor gut zehn Jahren die Chemiesparte - heute Lanxess - an die Börse zu bringen. Bayer will sich künftig als sogenanntes Life-Science-Unternehmen ganz auf seine Kernkompetenzen Gesundheit für Mensch, Tier und Pflanze konzentrieren.

dpa

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