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Gewinn bei K+S bricht ein - Preisrückgang belastet

Bergbau Gewinn bei K+S bricht ein - Preisrückgang belastet

Produktionsausfälle und ein weiterer Rückgang des Kalipreises haben den Gewinn des Kali- und Salzproduzenten K+S im laufenden Geschäft einbrechen lassen. Dies gab das Kasseler MDax-Unternehmen am Montag in einer Gewinnwarnung bekannt.

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Der Ertrag des Kaliproduzenten K+S sinkt im zweiten Quartal 2016 dramatisch.

Quelle: Uwe Zucchi

Kassel. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sank im zweiten Quartal nach vorläufigen Zahlen von 179,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf noch rund 10 Millionen Euro.

Analysten hatten im Schnitt erwartet, dass K+S das Zehnfache verdienen würde. Der Aktienkurs gab zwischenzeitlich um mehr als zehn Prozent nach.

Wegen einer gekappten Erlaubnis zum Versenken von Salzabwasser musste die Produktion im Werk Werra zuletzt häufiger gestoppt werden - so auch derzeit. An den Standorten Hattorf im osthessischen Philippsthal und in Unterbreizbach in Thüringen ruhen seit etwa einer Woche große Teile der Produktion und Teile der Kali-Förderung. Betroffen seien rund 1000 Beschäftigte, davon etwa 650 in Hessen, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag auf Anfrage.

Die Entsorgung salzhaltiger Abwässer muss sich nach Vorgaben der Behörden an der Wasserführung der Werra im hessisch-thüringischen Grenzgebiet ausrichten: Bei niedrigem Wasserstand darf kaum Lauge in den Fluss geleitet werden. An diesem Dienstag werde entschieden, wie es in beiden Werken angesichts der Entsorgungsmöglichkeiten weitergehe, sagte der Sprecher.

Seit Beginn des Jahres mussten die Standorte Unterbreizbach und Hattorf an bis zu 49 Tagen die Produktion einstellen. Dadurch wurden rund 400 000 Tonnen weniger Kali produziert. K+S will nun prüfen, das Abwasser vorübergehend mit Lastwagen und der Bahn abzutransportieren.

Laut K+S lag der Kali-Durchschnittspreis im zweiten Quartal 2015 noch bei rund 310 Euro je Tonne. Für das laufende Quartal wird er erst nach Ablauf des Vierteljahres bekannt gegeben. Im Geschäftsbereich Salz gab es laut K+S zudem hohe Bestände in Nordamerika. Dies führte zu einer geringeren Voreinlagerung von Auftausalz. Den vollständigen Finanzbericht zum Halbjahr veröffentlicht K+S am 11. August.

2015 hatte der Konzern insgesamt 4,18 Milliarden Euro umgesetzt, der Gewinn betrug 495,2 Millionen Euro. Für das laufende Jahr hatten die Kasseler bereits mit einem moderaten Umsatzrückgang und einer deutlichen Verringerung des operativen Ergebnisses gerechnet.

K+S ist der größte Salzhersteller der Welt. Den Großteil des Gewinns machen die Kasseler aber mit der Produktion von Kali-Dünger für die Landwirtschaft. Das Unternehmen beschäftigt rund 14 400 Mitarbeiter.

dpa

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