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Wirtschaft Goldman-Sachs-Banker wird Staatssekretär
Nachrichten Wirtschaft Goldman-Sachs-Banker wird Staatssekretär
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14:41 19.03.2018
Neues Personal im Bundesfinanzministerium: Olaf Scholz hat heute einige neue Namen bekanntgegeben. Quelle: dpa (Archiv)
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Berlin/Buenos Aires

Der Frankfurter Investmentbanker und Aktienexperte Jörg Kukies wird Staatssekretär im Berliner Finanzministerium. Der 50-Jährige soll dort künftig die Themen Europa und Finanzmarkt betreuen, wie das Ministerium am Montag am Rande eines G20-Treffens in Buenos Aires mitteilte. Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel lobte die Entscheidung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD).

„Jörg Kukies weiß, wo die Probleme im globalisierten Finanzmarkt und im Bankensystem liegen“, sagte er. Kukies war bisher Co-Vorsitzender der deutschen Sektion von Goldman Sachs. Anfang der 1990er Jahre war er Juso-Chef in Rheinland-Pfalz, dem SPD-Landesverband der designierten Parteivorsitzenden Andrea Nahles.

„Architekt der Schwarzen Null“ kehrt zurück

Scholz kündigte außer dem an, den „Architekten der Schwarzen Null“, Werner Gatzer, als Staatssekretär in sein Ministerium zurückzuholen. Der SPD-Politiker Gatzer (59) hatte erst Anfang des Jahres bei der Deutschen Bahn als Chef der DB Station & Service begonnen. Er war bereits von 2005 bis 2017 Finanz-Staatssekretär und für den Haushalt zuständig. Gatzer diente – was selten vorkommt – Ministern unterschiedlicher Parteien, erst Peer Steinbrück (SPD), dann Wolfgang Schäuble (CDU). Das galt als Beleg für seine Expertise. Erstmals seit über 40 Jahren wurden zudem 2014 keine neuen Schulden gemacht.

Weitere beamtete Staatssekretäre sollen zwei langjährige Vertraute Scholz’ aus Hamburger Zeiten werden: Wolfgang Schmidt (47) und Rolf Bösinger (52). Damit stellt Scholz anders als Schäuble – der Gatzer behalten hatte – die Führungsriege komplett neu auf. Das Bundeskabinett muss den Personalien noch zustimmen.

Von RND/dpa/sag

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