Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Griechenland und steigende Anleiherenditen belasten Dax

Börsen Griechenland und steigende Anleiherenditen belasten Dax

Der Dax hat heute weiter nachgegeben. Die anhaltenden Sorgen um Griechenland und steigende Anleiherenditen drückten weiter auf die europäischen Aktienkurse, schrieb Marktanalyst Michael Hewson vom Wertpapierhändler CMC Markets UK.

Voriger Artikel
Unbefristeter Streik bei der Post hat begonnen
Nächster Artikel
EU will deutsche Steuerregelungen für Unternehmen prüfen

Ein Börsenhändler spiegelt sich im Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX).

Quelle: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main. Der deutsche Leitindex schaffte es am Morgen kurz in die Gewinnzone, rutschte dann aber ab. Zum Handelsschluss stand er 1,18 Prozent im Minus bei 11 064,92 Punkten und damit so tief wie zuletzt im Februar.

Seit seinem Mitte April erreichten Rekordhoch bei 12 390,75 Punkten hat das Börsenbarometer damit fast 11 Prozent eingebüßt. Deutliche Kursgewinne bei der Deutschen Bank verhinderten zum Wochenstart aber größere Verluste: Die Aktie profitierte von einem überraschenden Führungswechsel.

Der MDax der mittelgroßen Werte fiel um 1,12 Prozent auf 19 782,31 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax lediglich 0,47 Prozent auf 1660,50 Punkte verlor. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,19 Prozent auf 3468,31 Punkte nach unten. Die nationalen Indizes in Paris und London gaben ebenfalls nach. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand zum europäischen Handelsende moderat im Minus.

Griechenland bleibt ein wichtiges Thema an den Märkten. Es zeichne sich eine weitere Woche mit keinen oder nur geringen Fortschritten in puncto Schuldenstreit ab, sagte Händler Markus Huber vom Broker Peregrine & Black. Jüngst hätten Bemerkungen von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gezeigt, wie sehr die internationalen Geldgeber und die Regierung in Athen noch voneinander entfernt seien.

Nach Junckers Kritik am griechischen Regierungschef Alexis Tsipras ist Athen um Entspannung bemüht. Enge Mitarbeiter des Ministerpräsidenten reisten am Montag nach Brüssel, wo am Mittwoch ein weiteres Krisentreffen von Tsipras mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem französischen Präsidenten Francois Hollande geplant ist.

Auch der weiter starke Euro, der Exporte verteuert, und die anhaltenden Turbulenzen am Anleihenmarkt drückten auf die Stimmung. Die massiven Käufe von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) bewirken, dass es im freien Handel immer weniger Anleihen gibt. Am Markt für europäische Staatsanleihen herrscht daher eine geringe Liquidität, die auch am Montag zu Kursausschlägen führte. Zwischenzeitlich waren die Anleiherenditen deutlich gestiegen, so dass festverzinsliche Wertpapiere gegenüber Aktien erneut an Attraktivität gewannen.

Ein Lichtblick am Aktienmarkt waren Papiere der Deutschen Bank, die als einziger Dax-Gewinner mit einem Kurssprung von 3,57 Prozent auf 28,60 Euro auf den Chefwechsel bei dem Finanzinstitut reagierten. Nach heftiger Kritik an ihrem Kurs hatten die Co-Chefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain am Sonntag ihren Rücktritt angekündigt. Das bisherige Aufsichtsratsmitglied John Cryan soll nun zuerst Co-Vorstandschef neben Fitschen und dann alleiniger Vorstandschef werden.

Zu den größten Verlierern gehörten indes die Anteilsscheine des Automobilzulieferers Continental mit minus 2,20 Prozent. Auch die konjunktursensiblen Stahl- und Rohstoffwerte wurden links liegen gelassen: So büßten ThyssenKrupp 1,92 Prozent ein. Schlusslicht im MDax waren die Anteilsscheine des Kupferherstellers Aurubis mit einem Minus von 3,74 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 0,68 Prozent. Der Rentenindex Rex hielt sich ebenfalls unverändert bei 137,90 Punkten. Der Bund-Future verlor 0,29 Prozent auf 150,49 Punkte. Der Euro stieg deutlich auf 1,1236 US-Dollar. Zuvor hatte die EZB den Euro-Referenzkurs auf 1,1162 (Freitag: 1,1218) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8959 (0,8914) Euro gekostet.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 11.236,50 +0,29%
TecDAX 1.756,50 +0,18%
EUR/USD 1,0562 ±0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

FMC 77,20 +3,47%
FRESENIUS... 69,87 +2,31%
BEIERSDORF 78,43 +1,86%
DT. BANK 17,32 -3,34%
THYSSENKRUPP 23,48 -2,44%
INFINEON 16,20 -1,12%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 170,60%
Crocodile Capital MF 121,61%
Stabilitas GOLD+RE AF 114,23%
Fidelity Funds Glo AF 100,02%
Morgan Stanley Inv AF 96,13%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr