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Großinvestor klagt gegen Ex-Chef Kalanick

Fahrdienstvermittler Uber Großinvestor klagt gegen Ex-Chef Kalanick

Der zuletzt deutlich ins Stottern geratene Fahrdienstvermittler Uber kommt nicht zur Ruhe. Nun kommt es zum Machtspiel zwischen dem Großinvestor Benchmark Capital, der den noch immer gut vernetzten Ex-Chef Travis Kalanick wegen Täuschung vor Gericht zerrt.

Dem Erfolgsweg von Uber stehen neue Hürden gegenüber.

Quelle: dpa

New York. Kein Monat vergeht ohne Problemmeldungen aus dem Hause Uber. Beim US-amerikanischen Fahrdienstvermittler ist mittlerweiel ein offener Streit zwischen einem Großinvestor und dem immer noch einflussreichen Ex-Chef Travis Kalanick ausgebrochen. Der Start-up-Finanzierer Benchmark Capital verklagte Kalanick mit dem Vorwurf, er habe Investoren getäuscht, um mehr Macht im Verwaltungsrat zu erlangen. Kalanick habe die nun enthüllte Misswirtschaft verschwiegen, um grünes Licht für eine Aufstockung des Gremiums von acht auf elf Sitze zu erhalten, heißt es in der Klage, die von der Website Axios veröffentlicht wurde.

In der Vergangenheit hatte Uber intern mit Skandalen zu kämpfen, die die Reputation des Unternehmens schwer beschädigten. Als Beispiele würden in der Klage etwa unangemessene und unethische Anweisungen, Diskriminierung, sexuelle Übergriffe und ein Rechtsstreit um Technologie für selbstfahrende Autos mit der Google-Mutter Alphabet genannt. Wegen dieser Probleme war Uber in den vergangenen Monaten stark in die Kritik geraten. Hätten die Anteilseigener davon Kenntnis besessen, wäre der im Juni 2016 beschlossenen Erweiterung des Verwaltungsrats angeblich nicht zugestimmt worden.

Reform an der Unternehmensspitze von Uber gestaltet sich schwierig

Ein Sprecher Kalanicks wies die Klage als substanzlos zurück und sprach von Lügen und falschen Anschuldigungen. Uber wollte sich nicht äußern. Kalanick war im Juni auf Druck von Investoren abgetreten, die sich verärgert über mehrere Skandale gezeigt hatten. Uber war in Finanzierungsrunden laut Medienberichten mit bis zu 69 Milliarden Dollar bewertet worden. Angesichts der Skandale um Sexismus und der Roboterwagen-Klage der Google-Schwesterfirma Waymo bangen Geldgeber nun um den Wert ihrer Investitionen.

Benchmark gehören laut Medienberichten rund 13 Prozent von Uber. Kalanick hält etwa zehn, hat dank Aktien mit mehr Stimmrechten aber immer noch überdurchschnittlich starken Einfluss im Verwaltungsrat. Das macht auch die Reform an der Unternehmensspitze schwieriger, weil Kalanick jedem neuen Top-Manager über die Schulter blicken würde. Die Kontrollgremien in US-Firmen haben eine stärkere Rolle als die deutschen Aufsichtsräte und spielen unter anderem eine Schlüsselrolle bei der Bestimmung der Strategie. Wenn die Erweiterung des Verwaltungsrates rückgängig gemacht wird, könnte auch Kalanick seinen Sitz in dem Gremium verlieren.

Kalanick könnte selbst wieder den Thron besteigen

Benchmark gehörte zu der Gruppe von fünf Uber-Geldgebern, die Kalanick im Juni zum Rücktritt von der Firmenspitze gezwungen hatten. Der Mitgründer und langjährige Chef wollte ursprünglich nur eine unbefristete Auszeit nehmen. Eine tiefgreifende Untersuchung nach Vorwürfen von Sexismus und Diskriminierung hatte massive Missstände bei Uber aufgedeckt. Zuletzt ließen Medienberichte verlauten, dass Kalanick die langwierige Nachfolgersuche nutzen wolle, um selbst wieder an die Spitze zurückzukehren.

Von RND/dpa

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