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Wirtschaft HUK-Chef will Datenmonopol der Auto-Industrie brechen
Nachrichten Wirtschaft HUK-Chef will Datenmonopol der Auto-Industrie brechen
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12:28 17.08.2017
Moderne Autos produzieren laufen Daten. Auf die hätten Kfz-Versicherer gerne Zugriff, doch die Hersteller stellen sich noch quer. Quelle: dpa
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Coburg

Das Geschäft mit Autodaten wird zum Streitfall zwischen Autoindustrie und Versicherungen. Deutschlands größter Autoversicherer HUK Coburg fordert den Bund auf, den Wettbewerb sicherzustellen und Standards für die Datenschnittstellen zu setzen. „Es darf kein Monopol der Autohersteller geben, Monopole sind immer schlecht und teuer“, sagte Vorstandschef Klaus-Jürgen Heitmann der Deutschen Presse-Agentur.

Sowohl Autohersteller als auch Versicherer versuchen, mit digitalen Dienstleistungen die Kunden zu binden und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Wer welche Dienstleistungen erbringt, sollte nach Vorstellung der Versicherer nicht Sache der Hersteller sein: „Die Verbraucher müssen die Wahlmöglichkeit haben“, sagte Heitmann. „Der Halter hat das Auto gekauft, es gehört ihm und nicht mehr dem Hersteller.“ Der Gesetzgeber solle darauf achten, dass „idealerweise so viel Wettbewerb wie möglich“ bestehen bleibe.

Heitmann ruft zur Kooperation auf

„Wenn Sie künftig in einem vernetzten Auto eine Panne haben, dann müssen nicht mehr Sie den Abschleppdienst anrufen, Sie werden angerufen, ob Sie Hilfe brauchen“, sagte Heitmann. „Und der Anrufer weiß dann, wo Sie stehen, was an Ihrem Auto kaputt ist und ob sofort geholfen werden kann.“ Es seien extrem sinnvolle Dinge dabei - ein Beispiel: „Das Auto holt Hilfe, wenn ein Unfallopfer es selber nicht mehr kann.“ Der Gesetzgeber müsse aber sicherstellen, dass es einheitliche Standards für die Datenschnittstellen gebe und nicht alle Hersteller das unterschiedlich handhabten.

„Wir verstehen, dass die Autohersteller sagen, bitte lasst nicht jeden auf die Elektronik im Auto zugreifen.“ Es wäre eine beängstigende Vorstellung, wenn zukünftig Cyber-Kriminelle Autos fernsteuern könnten. „Das heißt, man muss daran arbeiten, Datenzugriffe sicher zu ermöglichen.“

Von RND/dpa

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