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Wirtschaft Hacker attackieren US-Stromversorger
Nachrichten Wirtschaft Hacker attackieren US-Stromversorger
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18:39 31.12.2016
Die USA behaupten, russische Hacker hätten einen regionalen Energieversorger attackiert. Quelle: imago/Symbolbild
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Washington

Im Computer eines Stromversorgers im US-Bundesstaat Vermont ist ein Schadprogramm entdeckt worden – die USA machen dafür russische Hacker verantwortlich. Im System des städtischen Stromversorgers in Burlington sei ein „Code“ entdeckt worden, der der russischen Hackerattacke namens „Grizzly Steppe“ zugeordnet werden könne, berichtete die „Washington Post“ unter Berufung auf US-Behördenvertreter. Der Code sei jedoch nicht benutzt worden, um den Betrieb des Stromnetzes zu stören, berichtete die Zeitung weiter.

Der Stromversorger Burlington Electric teilte auf seiner Webseite mit, dass man die Schadsoftware auf einem einzelnen Laptop gefunden habe. Der Computer sei aber nicht mit dem Stromversorgungssystem verbunden gewesen und sofort „isoliert“ worden. Wie es weiter hieß, wurden alle Computer im System untersucht, nachdem das Washingtoner Heimatschutzministerium die US-Stromversorger Donnerstagabend (Ortszeit) vor dem Schadcode gewarnt hatte.

Der genaue Grund für den Angriff auf den Stromversorger sei unklar, schrieb die „Washington Post“. Die Cyber-Attacke habe für den Betrieb des Unternehmens keine Folgen gehabt, aber die „Verwundbarkeit“ des US-Stromnetzes deutlich gemacht. Möglicherweise hätten die russischen Hacker testen wollen, ob sie in einen Teil des US-Netzes eindringen können.

Vorwürfe der USA sind schwer zu überprüfen

Die US-Regierung beschuldigt russische Geheimdienste, hinter Hackeroperationen während des Präsidentschaftswahlkampfes zu stehen. Die Vorwürfe beruhen auf Geheimdiensteinschätzungen, die kaum unabhängig zu überprüfen sind, weil die Dienste keine Beweise herausgeben. Eine eindeutige Zuordnung zu einem Herkunftsland oder einer speziellen Hackergruppe ist nach Überzeugung von Experten in den meisten Fällen mit herkömmlichen Methoden kaum noch möglich.

Als Reaktion auf die angeblichen Hackerangriffe hatte der scheidende US-Präsident Barack Obama am Donnerstag die Ausweisung von 35 russischen Diplomaten verfügt.

Von dpa/afp/RND

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