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Wirtschaft Hat Audi bei CO2-Werten geschummelt?
Nachrichten Wirtschaft Hat Audi bei CO2-Werten geschummelt?
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14:00 13.11.2016
Hat Audi bei den CO2-Werten geschummelt? Die US-Behörde ermittelt bei der VW-Tochter. Quelle: dpa
Berlin

Die US-Umweltbehörde EPA nimmt eine möglicherweise illegale Software-Funktion in Modellen der VW-Tochter Audi einem Medienbericht zufolge genauer unter die Lupe. In der kommenden Woche müssten hochrangige Techniker des VW-Konzerns bei der EPA antreten, schreibt die „Bild am Sonntag“. Auch das US-Justizministerium hat demnach mehrere Audi-Ingenieure vorgeladen.

In Deutschland sollen Prüfer Audi-Fahrzeuge genauer testen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) führe im Rahmen einer Sonderprüfung bei zahlreichen Audi-Modellen nun eigene Messungen durch, dabei gehe es vor allem um den Ausstoß des schädlichen Klimagases CO2.

Audi soll auch bei Benzinern manipuliert haben

Es geht um den Vorwurf, der Autobauer habe CO2-Messwerte auf illegale Weise manipuliert. Die „Bild am Sonntag“ hatte in der vergangenen Woche berichtet, die kalifornische Umweltbehörde Carb habe im Sommer eine illegale Software-Funktion in Modellen der Ingolstädter Konzerntochter entdeckt. Diese habe Audi nicht nur für Diesel eingesetzt, sondern auch für Benziner.

Dem Bericht zufolge konnten bestimmte Audi-Modelle mittels einer sogenannten Lenkwinkel-Erkennung feststellen, ob sie auf einem Rollenprüfstand sind und schalteten dann in einen „saubereren“ Fahrmodus.

Autobauer gibt Informationen an das Kraftfahrbundesamt

„Aufgrund der laufenden Gespräche mit den Behörden in den USA können wir uns lediglich zu der Situation in Europa äußern“, teilte Audi mit. Gegenüber dem KBA als zuständiger europäischer Genehmigungsbehörde habe Audi die technischen Hintergründe zu adaptiven Schaltprogrammen erläutert und technische Informationen zur Verfügung gestellt.

In den Vereinigten Staaten steht Audi wegen mehr als 80.000 Dieselautos mit illegaler Abgastechnik ohnehin schon unter Druck. Die Fahrzeuge sind mit 3,0-Liter-Motoren unterwegs, die laut US-Behörden mit einer speziellen Software zur Manipulation von Stickoxidwerten ausgestattet sind. Sollte keine Möglichkeit gefunden werden, diese nach US-Recht verbotenen Programme zu beseitigen, drohen teure Rückkäufe der betroffenen Fahrzeuge. Es geht um teure Wagen wie Porsche Cayenne, VW Touareg und Audi-Luxusmodelle.

Von RND/dpa

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