Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Heideldruck steckt weiter in den roten Zahlen
Nachrichten Wirtschaft Heideldruck steckt weiter in den roten Zahlen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:46 13.11.2015
Heidelberger Drcukmaschinen versucht seit Jahren, sich gesundzuschrumpfen. Quelle: Uwe Anspach/Archiv
Anzeige
Wiesloch

Auf dem Weg zurück in die schwarzen Zahlen hat Heidelberger Druckmaschinen im zweiten Quartal wieder einen Dämpfer bekommen.

Der Verlust nach Steuern stieg im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von minus 7,8 auf minus 9,4 Millionen Euro, wie der Konzern mitteilte. Damit fiel das Minus aber deutlich höher aus als noch im ersten Quartal.

Im Vorjahr habe der Druckmaschinenhersteller von einem Einmalertrag in Millionenhöhe profitiert, erklärte ein Sprecher die Ausweitung des Verlust. Auf das Halbjahr gesehen dämmte der Druckmaschinenhersteller die Verluste von 42 Millionen Euro im Vorjahr auf 14 Millionen Euro ein. Die Aktionäre nahmen die Zahlen negativ auf: Nach Bekanntwerden brachen die Papiere von Heideldruck um 16 Prozent ein.

Die Druckmaschinenindustrie war von der Wirtschaftskrise so schwer gebeutelt wie kaum eine andere Branche. Das Unternehmen versucht seit Jahren, sich gesundzuschrumpfen. Das Kerngeschäft wurde verbessert und Verlustbringer abgestoßen. Im Frühjahr wurde das Leipziger Werk geschlossen.

2014 hatte das Unternehmen nach fünf Verlustjahren in Folge erstmals wieder einen Jahresüberschuss erzielt. Im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr (2014/2015) stand unterm Strich wegen des Unternehmensumbaus allerdings wieder ein Minus.

Im noch bis März 2016 laufenden Geschäftsjahr will Heidelberger Druckmaschinen nach wie vor in die Gewinnzone zurückkehren. Zwar habe man die Geschwindigkeit aus dem ersten Quartal nicht aufrechterhalten können, dennoch hätten sich Umsatz und Auftragseingänge im ersten Halbjahr insgesamt positiv entwickelt, sagte Finanzvorstand Dirk Kaliebe. Die Umsätze waren im zweiten Quartal um knapp sieben Prozent auf 599 Millionen Euro gestiegen. Währungsbereinigt fiel das Wachstum schwächer aus.

Positive Impulse führt der Konzern unter anderem auf die Übernahme der niederländischen Printing Systems Group (PSG) zurück, die Verbrauchsmaterialien wie Druckplatten und -farbe herstellt. Auch in der Zukunft seien weitere Zukäufe in dem Wachstumssegment geplant, hieß es am Freitag. Beim Umsatz peilt Heideldruck für das Gesamtjahr ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von zwei bis vier Prozent an. Der Umsatzanteil in der zweiten Jahreshälfte soll saisonal höher ausfallen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Eurozone ist im dritten Quartal schwächer gewachsen als erwartet. Die Wirtschaftsleistung stieg zum Vorquartal um 0,3 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte.

13.11.2015

Amazon will sich mit einem weiteren Rabatt-Aktionstag ein größeres Stück vom diesjährigen Weihnachtsgeschäft in Deutschland sichern. Der weltgrößte Online-Händler bringt zum ersten Mal den "Black Friday" auf seine deutsche Plattform, der in den USA als Start in die Weihnachts-Einkäufe gilt.

13.11.2015

Chinesen dürfen künftig weniger auf Pump in Aktien investieren. Eine entsprechende Quotenregelung sei verschärft worden, teilten die chinesischen Börsen in Shanghai und Shenzhen mit.

13.11.2015
Anzeige