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Heideldruck steckt weiter in den roten Zahlen

Maschinenbau Heideldruck steckt weiter in den roten Zahlen

Nach schwierigen Jahren war Heideldruck besser ins neue Geschäftsjahr gestartet. Im zweiten Quartal hat sich die Entwicklung jedoch abgeschwächt - der Konzern rutschte wieder etwas tiefer in die Verlustzone. Das Unternehmen sieht sich dennoch auf Kurs.

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Heidelberger Drcukmaschinen versucht seit Jahren, sich gesundzuschrumpfen.

Quelle: Uwe Anspach/Archiv

Wiesloch. Auf dem Weg zurück in die schwarzen Zahlen hat Heidelberger Druckmaschinen im zweiten Quartal wieder einen Dämpfer bekommen.

Der Verlust nach Steuern stieg im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von minus 7,8 auf minus 9,4 Millionen Euro, wie der Konzern mitteilte. Damit fiel das Minus aber deutlich höher aus als noch im ersten Quartal.

Im Vorjahr habe der Druckmaschinenhersteller von einem Einmalertrag in Millionenhöhe profitiert, erklärte ein Sprecher die Ausweitung des Verlust. Auf das Halbjahr gesehen dämmte der Druckmaschinenhersteller die Verluste von 42 Millionen Euro im Vorjahr auf 14 Millionen Euro ein. Die Aktionäre nahmen die Zahlen negativ auf: Nach Bekanntwerden brachen die Papiere von Heideldruck um 16 Prozent ein.

Die Druckmaschinenindustrie war von der Wirtschaftskrise so schwer gebeutelt wie kaum eine andere Branche. Das Unternehmen versucht seit Jahren, sich gesundzuschrumpfen. Das Kerngeschäft wurde verbessert und Verlustbringer abgestoßen. Im Frühjahr wurde das Leipziger Werk geschlossen.

2014 hatte das Unternehmen nach fünf Verlustjahren in Folge erstmals wieder einen Jahresüberschuss erzielt. Im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr (2014/2015) stand unterm Strich wegen des Unternehmensumbaus allerdings wieder ein Minus.

Im noch bis März 2016 laufenden Geschäftsjahr will Heidelberger Druckmaschinen nach wie vor in die Gewinnzone zurückkehren. Zwar habe man die Geschwindigkeit aus dem ersten Quartal nicht aufrechterhalten können, dennoch hätten sich Umsatz und Auftragseingänge im ersten Halbjahr insgesamt positiv entwickelt, sagte Finanzvorstand Dirk Kaliebe. Die Umsätze waren im zweiten Quartal um knapp sieben Prozent auf 599 Millionen Euro gestiegen. Währungsbereinigt fiel das Wachstum schwächer aus.

Positive Impulse führt der Konzern unter anderem auf die Übernahme der niederländischen Printing Systems Group (PSG) zurück, die Verbrauchsmaterialien wie Druckplatten und -farbe herstellt. Auch in der Zukunft seien weitere Zukäufe in dem Wachstumssegment geplant, hieß es am Freitag. Beim Umsatz peilt Heideldruck für das Gesamtjahr ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von zwei bis vier Prozent an. Der Umsatzanteil in der zweiten Jahreshälfte soll saisonal höher ausfallen.

dpa

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