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HypoVereinsbank streicht weitere 1200 Arbeitsplätze

Banken HypoVereinsbank streicht weitere 1200 Arbeitsplätze

Der Stellenabbau bei der Münchner Unicredit-Tochter HVB geht weiter - nach den Beschäftigten draußen in den Filialen sind jetzt die Beschäftigten in der Verwaltung an der Reihe.

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Die Bank wolle auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten und für den Abbau «die jährliche Fluktuation sowie interne Umschulungsmaßnahmen» nutzen.

Quelle: Sven Hoppe

München. Die HypoVereinsbank (HVB) baut weitere 1200 Arbeitsplätze ab. Diesmal sind Beschäftigte in der Verwaltung betroffen.

Die Stellen sollen in den nächsten drei Jahren gestrichen werden, sagte Vorstandschef Theodor Weimer am Donnerstag in München und kündigte Entlassungen an: "Nur mit Umschichtungen werden wir nicht hinkommen", sagte er. "Wir werden auch Freisetzungen haben." Die Gewerkschaft verdi sprach von einer "Todesspirale".

Seit Herbst vergangenen Jahres hat die Tochter der Mailänder Unicredit-Bank fast die Hälfte ihrer Filialen geschlossen. "Einschließlich des seit Ende 2014 bereits umgesetzten Abbaus reduziert sich die Mitarbeiterzahl bis Ende 2018 um 2900 Vollzeitstellen", teilte die HVB am Donnerstag mit.

Weimer sagte, das dritte Quartal sei erfreulich gelaufen, und das Betriebsergebnis der ersten neun Monate liege 16 Prozent über dem Vorjahr. Aber die Eigenkapitalrendite der HVB solle von heute 6,5 Prozent auf 9 Prozent im Jahr 2018 steigen. Um die Rendite langfristig zu sichern, müsse auch die Verwaltung schlanker werden: "Jede sechste Vollzeitstelle werden wir weniger haben."

Die niedrigen Zinsen und die steigenden Regulierungskosten machten die Bank verwundbarer. Die Hälfte der Kosten seien Personalkosten. "Wir müssen jetzt reagieren, bevor es uns erwischt", sagte der HVB-Vorstandschef. Unicredit hatte am Mittwoch in Mailand den Abbau von 18 000 Stellen im Konzern angekündigt.

Verdi-Fachbereichsleiter und Unicredit-Aufsichtsrat Klaus Grünewald kritisierten das Vorgehen. Unicredit vernichte eher Werte als Werte zu schaffen. "Wir halten die Entscheidung auch unternehmerisch für zu riskant, weil sie ganze Kundengruppen vor den Kopf stößt. Ein unternehmerisches Risiko, das eine Todesspirale nach unten bringt." Vor der Fusion der Bayerischen Hypotheken- und der Vereinsbank zur HVB hätten die beiden Banken noch 60 000 Mitarbeiter beschäftigt, heute seien es noch 16 000.

dpa

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