Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
IFA Berlin soll Branche die Trendwende bringen

Elektronik IFA Berlin soll Branche die Trendwende bringen

Sie ist ausverkauft und platzt bald aus allen Nähten: Anfang September lädt die IFA in Berlin wieder unter den Funkturm. Für die Branche kommt das Messe-Highlight der Unterhaltungselektronik gerade zur rechten Zeit.

Voriger Artikel
Bertelsmann verdient dank RTL und Random House mehr Geld
Nächster Artikel
Mehr freie Stellen denn je im August- 2,8 Millionen ohne Job

Viele Bereiche der Unterhaltungseletronikbranche könnten frischen Schwung gut gebrauchen. Da kommt die Internationale Funkausstellung gerade richtig.

Quelle: Rainer Jensen/AP

Berlin. Die Branche der Unterhaltungselektronik erhofft sich von der IFA in Berlin frischen Schwung für das Weihnachtsgeschäft.

Nach teils deutlich rückläufigen Zahlen im ersten Halbjahr soll die Messe (4. bis 9. September) eine "Trendwende" einläuten. "Die IFA wird der Branche wichtige Impulse geben und zur Marktstabilisierung beitragen", versichert Hans-Joachim Kamp, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft für Unterhaltungselektronik gfu. Anders als zunächst erwartet wird die Branche nach aktuellen Prognosen das Jahr mit einem Umsatzrückgang von einem Prozent abschließen.

Viele Bereiche der Branche könnten frischen Schwung gut gebrauchen. Der Gesamtmarkt ist den aktuellen Zahlen des Cemix-Index zufolge im ersten Halbjahr um 2,5 Prozent geschrumpft. In der klassischen Unterhaltungselektronik wurde sogar ein Minus von 9,3 Prozent auf knapp 4,3 Milliarden Euro verbucht.

Mit am stärksten betroffen von der Flaute ist der Markt für TV-Geräte: Bei einem satten Minus von 16,5 Prozent machten die Hersteller einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro. Dabei müsse aber bedacht werden, dass es kein sportliches Großereignis wie die WM im Jahr davor gegeben habe, sagt Kamp. Traditionell treiben solche medialen Ereignisse den Verkauf großer Flachbildfernseher in die Höhe.

Wachstumstreiber waren wieder einmal Smartphones. Mit knapp 11,4 Millionen Stück legte die Sparte um 7,1 Prozent zu. Der Umsatz legte sogar um 17 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro zu - weit mehr als das Doppelte des TV-Umsatzes. Auch Camcorder (plus 15,2 Prozent), Zubehör (plus 19,3 Prozent) sowie Videospiele und Konsolen (plus 5,4 Prozent) stützten das Ergebnis.

Große Hoffnungen liegen nun auf der IFA. Für die digitale, vernetzte Welt ist die Messe nach Einschätzung von IFA-Direktor Jens Heithecker die wichtigste Veranstaltung weltweit. Die Messe sei das "wichtigste Schaufenster" der Branche, pflichtet auch Kai Hillebrandt, Manager der Unterhaltungselektroniksparte von Samsung Deutschland, bei. Vor allem werde oft unterschätzt, wie wichtig die Messe auch für ausländische Besucher sei. Die IFA sei internationaler als etwa die CES in Las Vegas.

Smart-TVs, das vernetzte Zuhause, das Internet der Dinge und neue Smartphones, tragbare Computergeräte wie Smartwatches und neue Fitness- und Gesundheits-Apps werden in diesem Jahr im Rampenlicht der Messe stehen. Auch die sogenannte Weiße Ware - energieeffiziente Kühlgefrierkombinationen, intelligente Kochplatten und clevere Saugroboter - werden auch in diesem Jahr einen guten Teil der Messe füllen. Die Hausgerätesparte trägt ohnehin einen guten Teil an den Umsätzen der Branche.

Mit großen, teils gebogenen Bildschirmen und besserer Farbwiedergabe wollen die großen Hersteller von Flachbildfernsehern die Verbraucher locken. Die hochauflösende Technologie Ultra-HD gehört bei den Top-Modellen der Anbieter inzwischen zum Standard. Der südkoreanische Elektronikhersteller LG will zudem mit OLED-Fernsehern punkten. Die Displays aus organischen Leuchtdioden sollen den Energieverbrauch deutlich reduzieren und zugleich bislang nicht erreichte Brillanz in den Farben ermöglichen.

Trotz Smartphone, Tablet und Notebook sei der Fernseher noch immer das Produkt in der Unterhaltungselektronik, das am meisten genutzt werde, sagte Kamp. Im Rampenlicht der IFA werde die Vernetzung des TV-Geräts über das Internet mit Smartphone, Tablet und Audio-Systemen stehen. Die Industrie stehe aber in der Verpflichtung, auch für ausreichend Datenschutz zu sorgen, sagte Kamp. Von 18 Millionen Smart-TVs in Deutschland sei rund eine Million nicht an das Internet angeschlossen, weil es Befürchtungen gebe, dass Daten missbraucht werden könnten, sagte Kamp.

Mit dem vernetzten Smart Home kommen denn auch neue Herausforderungen auf Hersteller und Nutzer zu. Selbst nach konservativen Schätzungen dürfte es bis 2020 mehr als eine Million Haushalte geben, die entsprechend mit moderner Haustechnik vernetzt sind, teilte jüngst der Verband der Internetwirtschaft eco mit. Innovationen gebe es viele, sagte Oliver Dehning vom eco. "Doch genau dieser Wildwuchs ist auch ein Problem, denn es sind längst noch nicht ausreichend rechtliche Rahmenbedingungen definiert." Auch fehlten Sicherheits- und Entwicklungsstandards, sagte Dehning. Zu dem Problem trügen aber auch Nutzer mit einem sehr unbekümmerten Umgang mit Daten bei.

Erstmals wird auch Microsoft auf der IFA breit vertreten sein - mit im Gepäck sein neues Betriebssystem Windows 10. Mit einer Keynote von Microsoft-Manager Nick Parker wird der Softwarekonzern seinen Auftritt auf der Messe unterstreichen. Zahlreiche PC-Hersteller, die einst eher auf der CeBIT in Hannover zu sehen waren, werden ihrerseits neue Rechner mit dem System nach Berlin mitbringen. Selbst Druckerhersteller wie Epson finden sich inzwischen auf der IFA.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 11.035,00 +2,41%
TecDAX 1.729,50 +1,71%
EUR/USD 1,0756 +0,36%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

THYSSENKRUPP 23,57 +6,88%
CONTINENTAL 179,65 +4,52%
VOLKSWAGEN VZ 126,50 +4,08%
RWE ST 11,72 -2,26%
FMC 74,12 -1,04%
FRESENIUS... 68,26 -0,54%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 159,95%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 113,23%
Fidelity Funds Glo AF 91,70%
Morgan Stanley Inv AF 91,29%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr