Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft IFA: Verbraucher haben großes Interesse an neuen Produktkategorien
Nachrichten Wirtschaft IFA: Verbraucher haben großes Interesse an neuen Produktkategorien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:30 29.08.2016
Viele Menschen informieren sich auf der IFA in Berlin über neue TV-Geräte, Smartphones, Tablets und Hausgeräte. Quelle: Rainer Jensen
Anzeige
Berlin

Die Elektronikmesse IFA in Berlin wartet in diesem Jahr neben traditionellen Produkten wie TV-Geräten, Smartphones, Tablets und Hausgeräten auch mit vielen neuen Kategorien auf.

Rund 20 Prozent der Konsumenten in Deutschland hätten eine konkrete Kaufabsicht etwa für 3D-Drucker, Smartwatches oder Virtual-Reality-Brillen, teilte der Branchenverband gfu am Montag mit. Auf der Liste ganz oben stehen demnach Streaming-Systeme, die Musik drahtlos ins Haus bringen. Solche Geräte wollen sich einer Umfrage zufolge 31 Prozent der Befragten anschaffen.

Bei 22 Prozent der Befragten steht ein 3D-Drucker auf der Einkaufsliste. Neben teuren Industrie-Geräten gibt es inzwischen für den privaten Einsatz eine ganze Reihe von 3D-Druckern, die teilweise unter 500 Euro kosten. 21 Prozent der Befragten haben ein konkretes Interesse sich eine Smartwatch oder andere sogenannte Wearables zu kaufen.

Auch Brillen zum Eintauchen in virtuelle Welten wecken bei rund einem Fünftel der Befragten Interesse. Das Thema Virtual Reality steht auf der IFA als Trend ganz oben auf der Agenda. "Obwohl erst wenige Hersteller entsprechende Produkte anbieten, ist eine Kaufabsicht bei jedem fünften Befragten ein erstaunlich hoher Wert", sagte Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu. VR-Brillen und Anwendungen prognostizieren Marktbeobachter ein enormes Potenzial - bereits in diesem Jahr. Die größten Impulse für den noch jungen Markt kommen aus der Games-Branche. Doch auch Bereichen wie Bildung, Nachrichten-Vermittlung, Architektur, Kommunikation oder Einkaufen werde Virtual Reality "zumindest in Teilen verändern", schätzt Kamp.

Laut Umfrage denken immerhin noch 15 Prozent daran, sich eine Drohne anzuschaffen. Dabei ist das Interesse bei Männern (21 Prozent) deutlich ausgeprägter als bei Frauen (knapp 10 Prozent). Vier Prozent gaben an, bereits eine Drohne zu besitzen. Die Nutzung ist mit 61 Prozent überwiegend privat "als Spielzeug", eine berufliche Nutzung sei eher die Ausnahme, hieß es. Rund dreiviertel der Befragten (76 Prozent) gaben an, angesichts vermehrter Schlagzeilen etwa über die Störung des Flugverkehrs, dass sie eine gesetzliche Reglementierung der Nutzung befürworten würden.

Für die Ergebnisse ließ die gfu die Marktforscher von Value_A Marketing Intelligence insgesamt 1000 Haushalte in Deutschland und weitere 4000 aus Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien nach ihren Einstellungen zu den neuartigen Produkten und ihre Kaufabsichten befragen.

Die IFA findet in diesem Jahr vom 2. bis zum 7. September statt. Die neuen Produktkategorien werden auf dem Messegelände zu sehen sein, für Fachbesucher gibt es noch eine zusätzliche Ausstellung in der Station Berlin. Die Messe ist traditionell ein starker Impulsgeber für die Branche der Unterhaltungselektronik und läutet in der Regel für die Händler das Weihnachtsgeschäft ein. Für diese Jahr erwartet die gfu einen Umsatz von rund 27 Milliarden Euro mit Geräten der Unterhaltungselektronik sowie privat genutzten IT- und Telekom-Produkten.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auf Druck kritischer Aktionäre musste der Aufsichtsratschef von Stada seinen Hut nehmen. Bei dem Pharma-Hersteller aus Hessen sind weitere Spitzen-Jobs vakant.

29.08.2016

Der Arbeitsmarkt in Deutschland wird sich nach Ansicht von Jobvermittlern bis zum Winter weiter gut entwickeln.

Die Zahl der Beschäftigten werde in den nächsten drei Monaten weiter steigen und die Arbeitslosigkeit im gleichen Zeitraum sinken, prognostizierten die Chefs der 156 deutschen Arbeitsagenturen in einer monatlichen Umfrage des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

29.08.2016

Die deutsche Wirtschaft will nach Ifo-Erhebungen trotz eingetrübter Konjunkturaussichten mehr Arbeitsplätze schaffen.

Die Einstellungsbereitschaft sei sogar leicht gestiegen, teilte das Ifo Institut für Wirtschaftsforschung am Montag in München mit.

29.08.2016
Anzeige