Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
IG Metall: Beschäftigte wollen mehr Selbstbestimmung im Job

Arbeit IG Metall: Beschäftigte wollen mehr Selbstbestimmung im Job

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt. Mobiles Arbeiten von zu Hause ist keine Ausnahme mehr. Die Beschäftigten dürfen dabei aber nicht draufzahlen, fordert die IG Metall.

Voriger Artikel
Erneut Diskussion über Eröffnungstermin 2017 für BER
Nächster Artikel
Weinlese in Deutschland: Winzer erwarten geringere Ernte

Eine Frau arbeitet in einem Homeoffice.

Quelle: Daniel Naupold/Illustration

Frankfurt/Main. Die IG Metall macht sich für mehr selbstbestimmtes Arbeiten stark.

"Seit der Krise 2008/2009 wurde den Beschäftigten, was ihre Flexibilität angeht, viel abverlangt. Nun gibt es einen starken Wunsch nach mehr Selbstbestimmung am Arbeitsplatz nach dem Motto "Jetzt sind wir dran"", sagte IG Metall-Chef Jörg Hofmann der Deutschen Presse-Agentur.

Viele Beschäftigte wollten zeitweise kürzer arbeiten, zum Beispiel vier statt fünf Tage die Woche, um sich um pflegebedürftige Eltern oder die Kindererziehung zu kümmern. "Eine zeitweise Reduzierung der Arbeitszeit mit teilweisem Lohnausgleich müsste tarifvertraglich geregelt werden."

Um genauer zu wissen, wo die Beschäftigten der Schuh drückt, plant die IG Metall im Januar 2017 eine Umfrage mit dem Schwerpunkt Arbeitszeit. "Wir wollen wissen, welche Erwartungen die Beschäftigten bei dem Thema an die nächste Tarifrunde und darüber hinaus an die Arbeitszeitpolitik haben."

Bei der Umfrage soll es auch um das Thema mobiles Arbeiten gehen. Viele Beschäftigte wollten auch von zu Hause aus arbeiten. "Aber die Arbeitszeit muss erfasst und vergütet werden", sagte Hofmann. "Arbeit hat ihren Wert. Wenn sie nichts kostet, sinkt die Wertschätzung gegenüber der erbrachten Leistung des Einzelnen. Die Gefahr der Verlagerung von Arbeit in die Freizeit wird immer größer". Flexibilität dürfe keine Einbahnstraße sein.

Gefordert sind aus Sicht des ersten Vorsitzenden der IG Metall auch die Führungskräfte in den Unternehmen. "Statt Präsenzkultur braucht es das Vertrauen in das Arbeitszeitverhalten der Beschäftigten."

Nach Hofmanns Angaben spielt mobiles Arbeiten bei etwa einem Drittel der Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie eine Rolle - vor allem im Vertrieb, bei Forschung und Entwicklung und in der Verwaltung. "Zwei Drittel der Beschäftigten können von mobiler Arbeit nicht profitieren. Aber auch in der Schichtarbeit gibt es Möglichkeiten, Arbeitszeiten besser an die Lebenslage und Bedürfnisse der Beschäftigten anzupassen."

Mit Sorge betrachtet die IG Metall, dass bei Umstrukturierungen von Unternehmen nicht selten Bereiche ausgegliedert werden, die dann nicht mehr unter den Tarifvertrag fallen. "Tarifflucht begeht man, indem man Teilbereiche ausgliedert", sagte Hofmann. "Hier sehen wir Handlungsbedarf."

Ziel der diesjährigen Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie war es daher auch, die Tarifbindung zu erhöhen. In zusätzlich 60 Firmen ist dies den Angaben zufolge gelungen. Bundesweit fallen 55 Prozent der Beschäftigten der Branche unter die Tarifbindung, allerdings nur rund 30 Prozent in Ostdeutschland.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.501,00 -0,31%
TecDAX 1.683,50 -0,72%
EUR/USD 1,0672 +0,11%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

FMC 72,62 +0,74%
DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,16 +0,65%
DT. BANK 14,74 -1,89%
LUFTHANSA 12,14 -0,46%
VOLKSWAGEN VZ 118,71 -0,42%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 158,73%
Structured Solutio AF 154,97%
Stabilitas PACIFIC AF 151,07%
AXA IM Fixed Incom RF 141,93%
Crocodile Capital MF 122,39%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr