Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Initiative für mehr Chefinnen - Merkel: Führung in Teilzeit

Gesellschaft Initiative für mehr Chefinnen - Merkel: Führung in Teilzeit

Angesichts des geringen Frauenanteils in Chefetagen hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ein gesellschaftliches Umdenken angemahnt. Das Thema sei viel zu lange aus der Perspektive diskutiert worden "Was müssen wir mit den Frauen machen?", sagte Merkel am Montag in Berlin.

Voriger Artikel
Neues Regierungsterminal frühestens 2022
Nächster Artikel
Dijsselbloem bleibt Eurogruppen-Chef

Der Frauenanteil in den Vorständen börsennotierter Unternehmen in Deutschland liegt bei nur noch 5,4 Prozent.

Quelle: Christian Charisius/Archiv

Berlin/Stuttgart. n. Wichtig sei aber auch zu fragen: "Was müssen wir mit den Männern machen?" - nicht nur, damit diese offener für mehr Vielfalt seien, sondern auch, damit sie einige der Aufgaben übernehmen könnten, die bisher hauptsächlich Frauen ausgeübt hätten.

Der Frauenanteil in den Vorständen börsennotierter Unternehmen in Deutschland geht weiter zurück. Das zeigt eine am Montag veröffentlichte Studie der Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young), über die zuerst die Zeitung "Die Welt" berichtete. Demnach sind lediglich 36 der insgesamt 667 Vorstandsposten mit Frauen besetzt. Das entspricht einem Anteil von 5,4 Prozent. Vor einem Jahr waren es 5,55 Prozent, 2013 noch mehr als 6 Prozent. Untersucht wurden 160 Firmen aus den Börsenindizes Dax, MDax, SDax und TecDax.

"In den Vorstandsetagen hat sich unter dem Strich bislang wenig getan: Sie bleiben männliche Monokulturen", sagte Ana-Cristina Grohnert von EY einer Mitteilung zufolge. Allerdings vollziehe sich ein "Mentalitätswandel". Immer mehr Unternehmen arbeiteten intensiv daran, dass mehr Frauen die Türen zu Führungestagen geöffnet würden. Lediglich die Dax- und SDax-Unternehmen konnten ihren Frauenanteil steigern. Die erst im Frühjahr gesetzlich festgelegte Frauenquote von 30 Prozent gilt lediglich für die Aufsichtsräte der gut 100 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland und tritt 2016 in Kraft.

Merkel ist Schirmherrin der neuen Initiative "Chefsache", die sich für ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in Führungspositionen einsetzen will. Unter den elf Gründern sind etwa das Verteidigungsministerium und der Technikkonzern Bosch, aber auch der Deutsche Caritasverband und die Wochenzeitung "Die Zeit". Idee ist, das Thema in der eigenen Organisation zur Chefsache zu machen.

Merkel sagte weiter, das Modell der Elternzeit auch für Männer habe sich als "extrem segensreich" herausgestellt. "Aber vielleicht ist das noch nicht alles." In Deutschland sei womöglich noch etwas stärker als in anderen Ländern der Gedanke verankert, dass zum Chefsein unbedingte Verfügbarkeit dazugehöre. Dabei sei es genauso gut vorstellbar, auch anspruchsvolle Aufgaben in Teilzeit zu machen.

Sie bedauere außerdem, dass hierzulande die Karriereplanung sehr früh abgeschlossen sei. Wer es mit zehn Jahren Verspätung versuche, habe kaum noch eine Chance. Die Kanzlerin betonte: "Gerade Frauen, die sehr viel Erziehungsarbeit geleistet haben, sind sehr viel flexibler als Männer, die Sie in Abenteuercamps geschickt haben."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 11.071,00 +2,74%
TecDAX 1.734,50 +2,01%
EUR/USD 1,0763 +0,43%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

THYSSENKRUPP 23,51 +6,60%
CONTINENTAL 179,31 +4,32%
VOLKSWAGEN VZ 126,39 +3,99%
RWE ST 11,70 -2,44%
FMC 74,07 -1,11%
MERCK 92,20 -0,88%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 159,95%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 113,23%
Fidelity Funds Glo AF 91,70%
Morgan Stanley Inv AF 91,29%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr