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Wirtschaft „Irrsinns-Regelung“ verärgert Dachdecker
Nachrichten Wirtschaft „Irrsinns-Regelung“ verärgert Dachdecker
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13:06 22.11.2016
Hunderte Baustellen liegen wegen der neuen Verordnung still. Quelle: dpa
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Berlin

Wegen der neuen Entsorgungsregeln für Dämmstoffe liegen nach Angaben des Dachdecker-Zentralverbands derzeit hunderte Baustellen still. „Erste Betriebe melden, dass sie Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken oder sogar entlassen müssen, wenn es nicht bald eine Lösung gibt“, sagte Verbandspräsident Ulrich Marx der „Bild“-Zeitung vom Dienstag. Zehntausende Dachdecker seien von den stillgelegten Baustellen betroffen.

Neue Regelung gilt seit Oktober

Auch der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, bezeichnete die Lage als „dramatisch“. „Die Bundesländer sollten diese Irrsinns-Regelung rückgängig machen“, forderte der Chef des Entsorgerverbands BDE, Peter Kurth. Auch das Bundesumweltministerium hatte bereits an den Bundesrat appelliert, die seit Oktober geltenden Vorschriften wieder zu kassieren.

Dämm-Abfälle aus Polystyrol mit dem Flammschutzmittel Hexabromcyclododecan (HBCD) dürfen seither nicht mehr in herkömmlichen Müllverbrennungsanlagen verbrannt, sondern müssen als Sondermüll entsorgt werden.

Preis für Entsorgung steigt rasant

Auf Baustellen müssen deshalb Extra-Entsorgungscontainer aufgestellt werden; nicht jedes Transportunternehmen darf die Abfälle zur Verbrennungsanlage fahren. Der Preis für die Entsorgung ist stark gestiegen. Die „Bild“ berichtet, dass die Entsorgung einer Tonne Polystyrol bis September knapp 200 Euro kostete – aktuell soll der Preis bei 4000 Euro pro liegen.

Von afp/RND/zys

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