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Wirtschaft Italiener steigen bei Karstadt-Luxushäusern ein
Nachrichten Wirtschaft Italiener steigen bei Karstadt-Luxushäusern ein
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13:35 09.06.2015
Das Kaufhaus des Westens (KadeWe) in Berlin. Quelle: Maurizio Gambarini/Archiv
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Mit einem Anteil von 50,1 Prozent werde La Rinascente die Mehrheit an den drei Karstadt-Luxuswarenhäusern KaDeWe in Berlin, Alsterhaus in Hamburg sowie Oberpollinger in München übernehmen. Ziel der Partnerschaft sei es, Europas Marktführer im Premiumbereich zu werden und weiter zu wachsen. Neue Standorte in Wien und Prag seien unter dem Dach der KaDeWe-Group geplant. "Spiegel Online" hatte zuvor über den Einstieg der Italiener berichtet.

Hintergrund der Übernahme der Mehrheit durch La Rinascente seien bilanztechnische Gründe, hieß es im Umfeld des Unternehmens. Die betroffenen Warenhausimmobilien blieben weiter im Besitz von Benko. Die Benko-Gesellschaft Signa werde auch langfristig 49,9 Prozent am operativen Geschäft der Karstadt-Luxuswarenhausgruppe halten. Für weitere Zukunftsentscheidungen sei Einstimmigkeit vereinbart worden.

Das italienische Unternehmen sei ein erfolgreicher Betreiber von Premium- und Luxuswarenhäusern und Europas Marktführer in dem Bereich. Die Übernahme von weiteren Wettbewerbern in Deutschland und der Schweiz werde intensiv geprüft. Das italienische Unternehmen betreibe elf Warenhäuser in seinem Heimatland sowie ein Warenhaus in Dänemark und erwirtschafte mit 1600 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 600 Millionen Euro.

Mit der im April erzielten Teil-Einigung bei den Karstadt-Tarifverhandlungen für die rund 1900 Beschäftigten der Luxuswarenhäuser habe die Gewerkshaft Verdi einen "ersten großen Schritt" zur langfristigen Stärkung des Unternehmens gemacht, hieß es. Die Tarifparteien hatten damals eine schrittweise Rückkehr für die Beschäftigten der Luxushäuser in die Tarifbindung vereinbart. Für die Beschäftigten der "normalen" Karstadt-Warenhäuser und der Karstadt-Sporthäuser konnte eine Einigung bei den Tarifverhandlungen dagegen bislang nicht erzielt werden.

Karstadt-Chef und Signa-Retail-Geschäftsführer Stephan Fanderl wies darauf hin, dass auch sogenannte "Erlebnishäuser" unter den klassische Karstadt-Warenhäuser von gemeinsamen Aktivitäten profitieren könnten.

dpa

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