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Wirtschaft Kiel stimmt Verkauf der HSH Nordbank zu
Nachrichten Wirtschaft Kiel stimmt Verkauf der HSH Nordbank zu
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14:24 26.04.2018
Die Investoren um die New Yorker Investmentgesellschaft Cerberus und den Investor J. Christopher Flowers zahlen rund eine Milliarde Euro für die HSH Nordbank. Quelle: dpa
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Kiel

Der Landtag in Kiel hat den Verkauf der HSH Nordbank an amerikanische Finanzinvestoren gebilligt. Das Parlament befürwortete am Donnerstag einstimmig das Geschäft, das die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg mit insgesamt mehr als 10 Milliarden Euro belasten wird.

Damit hat die erste Privatisierung einer deutschen Landesbank eine weitere Hürde genommen. Die Aktion wird die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg als bisherige Haupteigentümer wegen der Belastungen der Bank aus Altgeschäften mindestens 10,8 Milliarden Euro kosten. Grund sind die vor Jahren zur Rettung der Bank von Hamburg und Schleswig-Holstein abgegebenen Garantien.

Hamburg will noch vor der Sommerpause zustimmen

Eine Zustimmung der Hamburgischen Bürgerschaft zum Verkauf wird noch vor der Sommerpause erwartet. Bankenaufsicht und EU-Kommission müssen den Verkauf auch noch absegnen.

„Der Verkauf ist für Schleswig-Holstein die wirtschaftlichste Möglichkeit“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) vor der Parlamentsentscheidung. Allerdings falle die Abschlussrechnung für das Land sehr teuer aus. Nach dem wahrscheinlichsten Szenario beim Verkauf werde Schleswig-Holstein mit etwa 5,4 Milliarden Euro belastet. Im Falle einer sofortigen Abwicklung als einziger Alternative könnten bis zu 7,5 Milliarden Euro auf das Land zukommen, sagte Günther. Beide Summen gelten auch für Hamburg.

Viele Arbeitsplätze könnten erhalten bleiben

Hoffnung signalisierte Günther für den Standort Kiel. „Die ersten Signale der Bank sind nach einem Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden Stefan Ermisch durchaus positiv.“ Es scheine möglich, 200 bis 600 Arbeitsplätze in Kiel zu erhalten. Derzeit sind es fast 800. Eine verbindliche Zusage sei seine Information nicht, sagte Günther. Aber es gebe große Hoffnungen auf einen Erhalt von Arbeitsplätzen in der genannten Größenordnung.

Es schmerze ihn und die Regierung, „dass das Engagement des Landes sehr teuer für die Steuerzahler geworden ist“, sagte Günther. Die EU hatte den Verkauf der Bank gefordert, nachdem die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg das angeschlagene Institut zweimal vor der Pleite retten mussten. Hintergrund sind unter anderem faule Schiffskredite.

Beide Landesregierungen hatten Ende Februar den Verkaufsvertrag unterzeichnet. Demnach zahlen die Investoren um die New Yorker Investmentgesellschaft Cerberus und den Investor J. Christopher Flowers rund eine Milliarde Euro.

Von dpa/RND

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