Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Kraftfahrt-Bundesamt baut eigene Abgas-Prüftechnik auf

Auto Kraftfahrt-Bundesamt baut eigene Abgas-Prüftechnik auf

Nach den Schadstoff-Manipulationen bei Volkswagen soll den Autobauern genauer auf die Finger geguckt werden - endlich, wie Kritiker meinen. Dafür brauchen die staatlichen Prüfer aber auch passende Ausstattung.

Voriger Artikel
Gewerkschaft vermisst Zukunftskonzept für Lufthansa Cargo
Nächster Artikel
Bremer Landesbank verliert Eigenständigkeit - Sorge um Jobs

VW hatte mit einer Software Abgastests bei Dieselautos manipuliert.

Quelle: Patrick Pleul/Symbolbild

Berlin. Angesichts des VW-Skandals und auffälliger Abgaswerte bei anderen Herstellern baut das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) eine eigene Prüftechnik auf. Für Kontrollen an Autos direkt auf der Straße sollen für 330 000 Euro zwei mobile Messanlagen angeschafft werden.

Das erfuhr die dpa aus dem Bundesverkehrsministerium. Einsetzbar sollen die Geräte noch in diesem Herbst sein. Es handelt sich um das "Pems"-System (Portable Emission Measurement System). Umweltverbände fordern solche Straßen-Messungen schon seit langem, weil Laborwerte nicht den realen Fahrbedingungen entsprächen.

Bekommen soll das KBA außerdem ein eigenes Prüflabor mit Prüfständen. Wann es in Betrieb geht, ist noch offen. Das Ministerium veranschlagt die jährlichen Gesamtkosten der eigenen Prüftechnik einschließlich Personalkosten auf zehn Millionen Euro. Bisher nutzen die amtlichen Prüfer für Nachmessungen Einrichtungen von Dienstleistern wie Tüv und Dekra. Dies soll 2017 noch intensiviert werden, wie es vom Ministerium hieß.

Der Bedarf an Prüftechnik nimmt als Konsequenz aus dem Abgas-Skandal weiter zu. Unter anderem soll nun der CO2-Ausstoß bei 30 Diesel-Autos geklärt werden, die bei ersten Messungen auffällig geworden waren.

Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will außerdem unangemeldete Abgastests "im Stil von Dopingtests" einführen. Dafür sollen zufällig ausgewählte Fahrzeuge - etwa über Autovermietungen - aus dem Verkehr gezogen und auf ihren Schadstoffausstoß getestet werden.

Mit staatlichen Prüfständen könnten aus Expertensicht auch mögliche wirtschaftliche Abhängigkeiten zwischen Prüfdiensten und Herstellern ausgeschlossen werden. Das Verkehrsministerium plant hierfür zudem, dass sich Prüfdienste, die für einen Autobauer tätig sind, künftig in einer Rotation abwechseln sollen. Kritiker halten dem KBA vor, dass der VW-Skandal erst in den USA aufgedeckt worden war.

Dabei geht es um eine Software, die Abgaswerte im Testbetrieb manipuliert. In Deutschland muss sie nun in einem großen Rückruf aus rund 2,5 Millionen Autos entfernt werden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.529,50 +0,15%
TecDAX 1.687,00 +0,03%
EUR/USD 1,0673 ±0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,21 +0,71%
HEID. CEMENT 83,50 +0,67%
DT. BANK 14,73 -1,98%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
LUFTHANSA 12,14 -0,50%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 166,72%
Structured Solutio AF 154,79%
Stabilitas PACIFIC AF 142,96%
AXA IM Fixed Incom RF 141,93%
Crocodile Capital MF 122,39%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr