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Wirtschaft Krankenkassen übernehmen künftig öfter die Brille
Nachrichten Wirtschaft Krankenkassen übernehmen künftig öfter die Brille
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06:24 17.02.2017
Gesetzlich versicherte Patienten mit einer Kurz- oder Weitsichtigkeit von mehr als 6 Dioptrien erhalten künftig eine Sehhilfe auf Rezept. Quelle: dpa
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Berlin

Diese Regelung sei Teil des vom Bundestag verabschiedeten Gesetzes zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG), berichtet der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV). Der Verband hatte sich für diese Änderung eingesetzt.

Bis 2003 hatten alle gesetzlich Versicherten mit Sehproblemen Anspruch auf eine Brille. Seitdem gilt bei Erwachsenen: Nur, wer mit Sehhilfe maximal 30 Prozent Sehvermögen hat, dem zahlt die Krankenkasse eine Brille. Patienten, die ohne Brille kaum etwas sehen können, mit Brille aber mehr als 30 Prozent erreichen, mussten die Kosten dagegen selbst tragen. Wie „Spiegel Online“ berichtet, mussten die Krankenkassen bei Kindern und Jugendlichen zumindest die Kosten für die Gläser zuvor schon übernehmen.

Nach der neuen Regelung erhalten Patienten eine Brille, wenn sie nachweislich mehr als 6 Dioptrien haben. Bei einer Hornhautverkrümmung bekommen sie ab 4 Dioptrien eine Sehhilfe. Dem DBSV zufolge tritt die Regelung in Kraft, sobald das Gesetz im Bundesgesetzblatt veröffentlich ist. Der Verband rechnet Mitte März damit. Damit die Kassen eine Sehhilfe bezahlen können, muss diese vom Arzt verordnet werden.

Von dpa/RND

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