Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -7 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Kuka-Vorstand wirbt für Übernahmeangebot aus China

Maschinenbau Kuka-Vorstand wirbt für Übernahmeangebot aus China

Der chinesische Midea-Konzern will den Aktionären des Augsburger Roboterherstellers Kuka ihre Anteile mit sattem Zuschlag abkaufen. Aber auf der Hauptversammlung am Stammsitz überwiegt Kritik.

Voriger Artikel
Salzgitter will die Krise aus eigener Kraft meistern
Nächster Artikel
US-Wirtschaft wächst stärker als bislang ermittelt

Kuka ist Weltmarktführer bei Robotern für die Autoindustrie.

Quelle: Julian Stratenschulte

Augsburg. Der Vorstand des Roboterbauers Kuka hat auf der Hauptversammlung vorsichtig für das verlockend hohe Übernahmeangebot aus China geworben. Aktionärsvertreter dagegen warnten in Augsburg vor den Risiken für die deutsche Industrie und forderten Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) zum Eingreifen auf.

Kuka-Vorstandschef Till Reuter sagte, das Angebot des chinesischen Elektrokonzerns Midea könne "unsere Strategie unterstützen". Denn China sei der größte Robotermarkt weltweit. Kuka wolle seinen Umsatz dort von heute 425 Millionen auf eine Milliarde Euro im Jahr 2020 erhöhen. "Ein Partner, der diese Strategie unterstützt und uns noch besseren Marktzugang verschafft, könnte für Kuka ein Vorteil sein", sagte Reuter.

Kuka ist Weltmarktführer bei Robotern für die Autoindustrie. Midea hält bereits über 10 Prozent und hat ein Übernahmeangebot für 115 Euro je Aktie angekündigt - ein Drittel über dem Kurs von Mitte Mai.

Reuter sagte, Midea habe den Erhalt des Hauptsitzes in Augsburg, der anderen Standorte und Mitarbeiterzahlen sowie den Verbleib der Patente und Kundendaten bei Kuka in Aussicht gestellt. Ob und wie das wasserdicht verankert werden könne, werde noch ausgelotet.

Der Wirtschaftsprofessor Roland Klose sagte für die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW): "Ich bin besorgt!" Denn der Roboterbauer sei in einer Schlüsselposition für die digitale Industrie 4.0 in Deutschland.

Die Zusagen der Chinesen sehe er skeptisch. "Ich hoffe, dass sich das nicht zu einer Katastrophe für den Standort Deutschland entwickelt." Es sei zu wünschen, dass Minister "Gabriel aufwacht", sagte Klose unter dem Beifall vieler Kleinanleger. Kuka beschäftigt in Augsburg 3500 Mitarbeiter.

Auch die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) sieht "viele Risiken". Kuka-Kunden könnten abspringen: "Warum sollten sich deutsche Autohersteller in die Hände eines chinesischen Zulieferers begeben?", sagte SdK-Vertreter Daniel Bauer. Der größte Kuka-Aktionär Voith äußerte sich nicht. Der württembergische Maschinenbauer hält 25,1 Prozent und kann damit bei wichtigen Unternehmensentscheidungen nicht übergangen werden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.690,50 +1,69%
TecDAX 1.701,00 +0,87%
EUR/USD 1,0778 +2,30%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. BANK 15,30 +3,86%
BMW ST 82,19 +3,12%
INFINEON 15,78 +2,98%
LINDE 155,93 -0,19%
Henkel VZ 106,78 +0,18%
BEIERSDORF 75,89 +0,51%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 154,79%
Polar Capital Fund AF 102,15%
Stabilitas GOLD+RE AF 93,39%
Morgan Stanley Inv AF 91,64%
First State Invest AF 89,33%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr