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Lufthansa und Piloten belauern sich - Unmut bei Anlegern

Tarife Lufthansa und Piloten belauern sich - Unmut bei Anlegern

Bei der Lufthansa zeichnet sich immer noch keine Tariflösung mit den Piloten ab. Neue Streiks stehen zwar nicht unmittelbar bevor, sind aber für die Gewerkschaft wieder eine Option.

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Jörg Handwerg, Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit und Lufthansa-Pilot, steht im Flughafen von Frankfurt am Main.

Quelle: Boris Roessler/Illustration

Frankfurt/Main. Nach dem Abbruch der Piloten-Tarifgespräche bei der Lufthansa stehen Streiks nicht unmittelbar bevor.

Das Unternehmen wie auch die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit versicherten am Montag in Frankfurt, weiterhin gesprächsbereit zu sein. Man werde alles daran setzen, die Gespräche fortzusetzen, erklärte eine Lufthansa-Sprecherin in Frankfurt. Einen konkreten Termin nannte sie aber nicht.

Die Tarifkommission der VC hatte dem Unternehmen vorgeworfen, sich am Verhandlungstisch von bereits erzielten Zwischenständen wieder distanziert zu haben. Am Freitag hatte die Kommission den VC-Mitgliedern mitgeteilt, dass man keinen Sinn in weiteren Gesprächen mehr erkennen könne. Intern wurde das als "Warnschuss" an den Vorstand interpretiert.

Einem erneuten Streik der Piloten - es würde sich um die 14. Arbeitsniederlegung in diesem Konflikt handeln - müssten zunächst weitere offizielle Tarifverhandlungen vorausgehen. Das war bislang mit den internen Gesprächen bewusst vermieden worden. Die Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen sei nun eine von mehreren Optionen, die geprüft würden, erklärte dazu VC-Sprecher Markus Wahl. Die Piloten seien weiter bereit, ihren Teil zu leisten, um die Wettbewerbsfähigkeit der Lufthansa zu verbessern.

Wegen des Abbruchs der Gespräche ist die Aktie der Fluggesellschaft abgesackt. Am Montagvormittag gaben die Papiere als schwächster Dax-Wert um 1,04 Prozent auf 10,915 Euro nach. Damit war ein Teil des kräftigen Kursaufschlags vom vergangenen Freitag wieder dahin.

Die Lufthansa leidet seit dem Frühjahr 2014 unter Streiks ihrer Piloten oder Flugbegleiter, was ein Grund ist für die insgesamt schwache Aktienkursentwicklung. Zu Beginn der Streiks hatten die Papiere noch rund 20 Euro gekostet und damit annähernd doppelt soviel wie derzeit. Alleine seit Jahresbeginn 2016 hat die Lufthansa rund ein Viertel ihres Börsenwertes verloren. Die Aktien zählen damit zu den schwächsten im Dax.

dpa

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