Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Machtkampf bei Stada - Aufsichtsratschef sieht sich vorn

Pharma Machtkampf bei Stada - Aufsichtsratschef sieht sich vorn

Beim Pharma-Hersteller Stada tobt vor der Hauptversammlung ein Machtkampf. Nach dem Abgang des langjährigen Vorstandschefs will eine Aktionärsgruppe nun den Chef-Aufseher stürzen. Doch der wehrt sich.

Voriger Artikel
Streit mit Zulieferern: VW legt Golf-Produktion still
Nächster Artikel
Auftragsschwemme im Handwerk verlängert Wartezeit

Stada-Aufsichtsratschef Martin Abend: «Auf Dauer halten es wir im Sinne der Aktionäre für das Beste, eine Aktiengesellschaft im breiten Streubesitz langfristig orientierter Anleger zu bleiben.»

Quelle: Stada/Michael Dannenmann

Frankfurt/Main. Im Machtkampf um den Arzneimittelhersteller Stada glaubt Aufsichtsratschef Martin Abend an eine Mehrheit für seine Linie.

Im Gespräch mit den Großinvestoren habe er bessere Argumente als die Kritiker der Unternehmensführung, die seine Abwahl fordern, erklärte Abend im Interview mit den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX. "Mein Gefühl für das von uns vorgeschlagene Aufsichtsrats-Team ist ein sehr gutes. In den Gesprächen zeigt sich, dass viele Investoren dessen Qualifikation schätzen und an der langfristigen Entwicklung des Unternehmens interessiert sind", sagte Abend. Bei der Hauptversammlung am kommenden Freitag (26. August) soll unter anderem über die Zukunft des Aufsichtsrates abgestimmt werden.

Nach Ansicht von Kritikern ist Stada in den vergangenen Jahren unter seinen Möglichkeiten geblieben und hat die Internationalisierung verschlafen. Der aktivistische Aktionär Active Ownership Capital (AOC) will das ändern und fordert eine komplette Neubesetzung der Kapitalseite des Aufsichtsrates. Abend will dagegen vier der sechs Mitglieder auswechseln, selber aber mit seinem Stellvertreter Carl Ferdinand Oetker im Amt bleiben.

Großinvestoren wie etwa die Fondsgesellschaft der Deutschen Bank DWS, Alliance Global Investors (AGI) und Lupus Alpha hätten sich ihm gegenüber klar davon distanziert, mit AOC gemeinsam nach Gegenkandidaten für den Aufsichtsrat gesucht zu haben, sagte Abend.

Der aus der einstigen Genossenschaft "Standardpräparate Deutscher Apotheker" gewachsene M-Dax-Konzern müsse sich weiter internationalisieren und mehr Produkte anbieten, kündigte Abend an. Man sei kürzlich in den Kosmetikmarkt eingestiegen und plane, Botox-Präparate anbieten zu können. Zudem gelte es auch die Verbreitung der eigenen Markenartikel in Nord- und Südamerika sowie anderen Regionen zu prüfen. Die Akquisition des britischen Medikamentenherstellers Thornton and Ross in Großbritannien und der Einstieg in Südamerika seien hierfür gelungene Beispiele. Stada hatte zuletzt erhebliche Probleme in Russland und Osteuropa, die neben Deutschland die Kernmärkte darstellen.

Statt der sonst bei Stada-Hauptversammlungen üblichen 30 bis 35 Prozent erwarte er für den kommenden Freitag eine Aktienpräsenz von deutlich mehr als 50 Prozent, sagte Abend. "In der aktuellen Auseinandersetzung ist das Interesse ungewöhnlich groß." Auch Kleinaktionäre aus der Apotheker- und Ärzteschaft, die noch rund 10 Prozent der Stada-Aktien halten, werden sich seiner Einschätzung nach stärker einbringen.

Übersteht Abend den Abwahlantrag, will er wie gewählt bis 2018 bleiben. "Bis dahin wollen wir unsere Ziele erreicht haben, und dann müssen andere Köpfe übernehmen", sagt Abend, der dem Gremium seit 2009 vorsteht. Gemeinsam mit Oetker und den neuen Aufsichtsratsmitgliedern will er dann das Anforderungsprofil für den künftigen Aufsichtsratsvorsitz ab 2018 entwickeln. Bis dahin will Abend den Dialog mit den Aktionären verstärken.

Neuerungen stehen nach dem Ausstieg des langjährigen Vorstandschefs Hartmut Retzlaff in der Unternehmensführung an. Dabei spricht sich Abend klar dafür aus, den aktuellen Mann an der Stada-Spitze - Matthias Wiedenfels - auf dem Chef-Posten zu belassen. "Es steht dem nicht nur nichts entgegen, es spricht sogar alles dafür", sagt Abend. Der Vorstand soll auf vier ausgeweitet werden: Für Marketing und Vertrieb sowie für Technologie/Entwicklung sollen neue Manager hinzukommen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.529,50 +0,15%
TecDAX 1.687,00 +0,03%
EUR/USD 1,0673 +0,12%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,21 +0,71%
HEID. CEMENT 83,50 +0,67%
DT. BANK 14,73 -1,98%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
LUFTHANSA 12,14 -0,50%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 166,72%
Structured Solutio AF 154,79%
AXA IM Fixed Incom RF 141,93%
Stabilitas PACIFIC AF 140,74%
Crocodile Capital MF 122,39%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr