Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Marktmanipulationen: Großbanken zahlen erneut Milliarden-Strafe

Banken Marktmanipulationen: Großbanken zahlen erneut Milliarden-Strafe

Die US-Regierung zieht fünf internationale Großbanken mit einer Milliardenstrafe für Tricksereien an den Finanzmärkten zur Rechenschaft. Die US-Institute JPMorgan und Citigroup sowie die britischen Geldhäuser Barclays und Royal Bank of Scotland (RBS) und die schweizerische UBS müssen insgesamt Bußgelder in Höhe von mehr als 5,6 Milliarden Dollar (5,0 Mrd Euro) zahlen, wie die US-Justizministerin Loretta Lynch bei einer Pressekonferenz in Washington bekanntgab.

Voriger Artikel
Rekord-Rückruf in den USA: Airbag-Desaster weitet sich aus
Nächster Artikel
Streik: Bahn und GDL um Schlichtung bemüht

Dunkle Wolken über dem Bankenviertel von London: Auch die britischen Geldhäuser Barclays und Royal Bank of Scotland müssen erneut Bußgelder zahlen.

Quelle: Andy Rain

Washington/New York. b. Lynch bezeichnete das Verhalten der Finanzhäuser als "unverschämt".

Alle Banken mussten sich krimineller Vergehen schuldig bekennen, weil Angestellte von ihnen die Finanzmärkte manipulierten. Devisenhändler der Institute sollen durch gemeinsame Tricksereien Wechselkurse zu ihrem Vorteil gesteuert haben.

Im Fall der UBS bezieht sich das Schuldbekenntnis allerdings auf ein anderes und älteres Verfahren, das die Bank nun wieder einholte: illegale Preisabsprachen bei der Festsetzung des Referenzzinses Libor, der weltweit Finanzgeschäfte in Billionenwert beeinflusst.

Die UBS stellte im Skandal um manipulierte Devisenkurse, der internationale Finanzaufseher schon lange beschäftigte, einen Sonderfall dar. Weil das Geldhaus frühzeitig mit den Ermittlern kooperiert hatte, kam es diesmal glimpflich davon. Mit 342 Millionen Dollar (rund 320 Mio Euro) fiel die Strafe überraschend niedrig aus. Dafür verlangte das Justizministerium aber im längst abgeschlossen geglaubten Libor-Skandal nachträglich ein Schuldeingeständnis. Zudem muss die UBS hier noch einmal 203 Millionen Dollar zahlen.

Die mit Abstand höchste Strafe wegen Währungsmanipulation erhielt Barclays. Der Grund: Die anderen betroffenen Geldhäuser hatten sich bereits im November mit den Behörden in Großbritannien, den USA und der Schweiz auf einen Kompromiss geeinigt. Damals waren Großbanken insgesamt zu Bußgeldern über 4,3 Milliarden Dollar verdonnert worden.

Gegen die Bank of America wurde jetzt ebenfalls eine weitere Strafe von 205 Millionen Dollar verhängt - jedoch nicht vom Justizministerium, sondern von der US-Notenbank Fed, die auch einen Teil der anderen Bußgelder einstreichen wird.

An den Finanzmärkten waren die Bußgelder bereits erwartet worden. Anwälte der Banken hatten lange hinter den Kulissen mit den Regulierern verhandelt.

Laut Analysten sind an dem jüngsten Kompromiss vor allem die Schuldbekenntnisse der Banken bemerkenswert, auf denen die Behörden bestanden. Die betroffenen Geldhäuser gestehen damit formal ein, dass unter ihren Dächern - und damit unter ihrer Aufsicht - Verbrechen wie Betrug stattgefunden haben. Ob und inwieweit dafür Personen strafrechtlich belangt werden, ist aber noch ungewiss.

Die Deutsche Bank, obwohl einer der größten Devisenhändler der Welt, nahm bislang nicht an den Vergleichsgesprächen teil. Die Behörden hatten zuletzt angedeutet, dass sie sich zunächst auf die schwerwiegendsten Verdachtsfälle konzentrieren. Allerdings schaut sich die New Yorker Aufsichtsbehörde DFS auch den Devisenhandel der Deutschen Bank an.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.924,00 +1,38%
TecDAX 1.718,50 +1,07%
EUR/USD 1,0737 +0,19%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

THYSSENKRUPP 23,23 +5,34%
CONTINENTAL 176,65 +2,78%
DAIMLER 66,22 +2,55%
RWE ST 11,71 -2,31%
FMC 73,90 -1,33%
DT. BANK 16,82 -1,07%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 159,95%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 113,23%
Fidelity Funds Glo AF 91,70%
Morgan Stanley Inv AF 91,29%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr