Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Massenrückruf: 6,5 Millionen Toyotas müssen in die Werkstatt

Auto Massenrückruf: 6,5 Millionen Toyotas müssen in die Werkstatt

Wieder ein großer Rückruf in der Autoindustrie, erneut ist es Toyota. Und das kurz nach der Ankündigung vom Erzrivalen VW, wegen der Abgas-Affäre Millionen von Autos in die Werkstätten zu holen.

Voriger Artikel
BMW will größeres Elektroauto auf den Markt bringen
Nächster Artikel
Lego gehen vor Weihnachten die Klötzchen aus

Muss erneut Millionen Autos in die Werkstätten zurückrufen: Der japanische Autoriese Toyota.

Quelle: Michael Reynolds/Archiv

Tokio. Der japanische VW-Rivale Toyota muss erneut massenweise Autos in die Werkstätten zurückrufen. Betroffen sind weltweit 6,5 Millionen Autos, wie der Konzern bekanntgab.

Ursache sei ein Defekt bei einem Modul für elektrische Fensterheber. Von den 6,5 Millionen Fahrzeugen sind in Europa 1,2 Millionen Autos betroffen, in Nordamerika 2,7 Millionen und in Japan 600 000. Wieviele Wagen in Deutschland betroffen sind, konnte eine Toyota-Sprecherin zunächst nicht sagen.

Bei dem Rückruf geht es um Module in Fensterhebern, bei denen das aufgesprühte Schmieröl während des Herstellungsverfahrens möglicherweise unvollständig aufgetragen wurde. Der bei der Nutzung anfallende Abrieb bei den elektrischen Kontakten könne sich ansammeln und einen Kurzschluss verursachen. Dies könne zu Überhitzung und potenziell zu einem Brand führen, teilte Toyota mit. Berichte über Unfälle lägen aber nicht vor. Aus den USA sei jedoch ein Vorfall gemeldet worden, bei dem sich ein Fahrer anscheinend die Hand verbrannt habe.

Erst im vergangenen Jahr hatte Toyota sechs Millionen Autos wegen Problemen bei fünf Bauteilen zurückgerufen müssen, darunter Kabelbaum, Lenksäule und Sitzschienen. Später mussten weitere 1,7 Millionen Autos unter anderem wegen Problemen mit Bremskopfzylindern und Benzinleitungen in die Werkstätten zurück.

Der Vorgang bei Toyota weckt Erinnerungen an den millionenfachen Rückruf des japanischen Branchenprimus vor fünf Jahren. Damals ging es um rutschende Fußmatten und klemmende Gaspedale. Die Behörden auf dem wichtigen US-Markt hatten Toyota vorgeworfen, die Rückrufe von 2009/2010 verzögert zu haben. Toyotas Image erlitt dadurch schweren Schaden. Als Lehre daraus hatten die Japaner eine umfangreiche Qualitätsoffensive gestartet. Bei jeglichen Zweifeln an der Qualität will man seither konsequent alle betroffenen Autos zurückholen.

In der Autoindustrie hatten Rückrufe zuletzt für viele Schlagzeilen gesorgt. So musste der japanische Airbag-Hersteller Takata im Frühjahr mögliche Gefahren bei insgesamt 19,2 Millionen Autos zugeben und die bis dahin größte Rückrufaktion der US-Autoindustrie einläuten. Der US-Autobauer General Motors musste wegen Problemen an Zündschlössern Millionen von Autos zurückrufen.

Die Autobauer setzen zunehmend auf gleiche Teile für mehrere Modelle, um Kosten zu sparen und schneller Autos bauen zu können. Das sogenannte Baukastenprinzip hat viele Vorteile - so lange nichts kaputt geht. Macht ein einziges Teil Probleme, trifft es oft gleich massenweise Autos.

Dazu kommt, dass die Autos immer komplexer werden, wie der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen sagte. "Durch die höhere Komplexität der Fahrzeuge steigen damit bei gleicher Qualität der Einzelteile die Fehleranfälligkeiten." Außerdem sei die "Hemmschwelle" der Autobauer, einen Rückruf einzuleiten, deutlich geringer geworden. Der Hauptgrund seien die strengen US-Behörden. "USA hat das strengste Verbraucherrecht weltweit und die höchsten Strafen."

Vor dem größten Rückruf der Konzerngeschichte steht angesichts des Abgas-Skandals der Toyota-Rivale Volkswagen. In den 28 Ländern der Europäischen Union will Volkswagen rund 8,5 Millionen Diesel-Fahrzeuge in die Werkstätten. Rund 2,4 Millionen davon entfallen auf die VW-Heimat Deutschland. Beginnen soll die Aktion im Januar.

Volkswagen und Toyota liefern sich ein Wettrennen um den Titel des weltgrößten Autokonzerns. Nach dem ersten Halbjahr 2015 hatte der VW-Konzern die Nase vorne - allerdings nur, wenn bei Volkswagen die schweren Nutzfahrzeuge MAN und Scania mitgerechnet werden. Damit kam Europas größter Autobauer nach den ersten sechs Monaten insgesamt auf 5,04 Millionen Fahrzeuge, Toyota auf 5,022 Millionen Fahrzeuge.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.529,50 -0,04%
TecDAX 1.687,00 -0,51%
EUR/USD 1,0673 +0,12%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,21 +0,71%
HEID. CEMENT 83,50 +0,67%
DT. BANK 14,73 -1,98%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
LUFTHANSA 12,14 -0,50%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 158,73%
Structured Solutio AF 154,97%
Stabilitas PACIFIC AF 151,07%
AXA IM Fixed Incom RF 141,93%
Crocodile Capital MF 122,39%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr