Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Mehr Aufträge für deutsche Werften

Schiffbau Mehr Aufträge für deutsche Werften

Die deutsche Schiffbauindustrie hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Aufschwung erlebt und sich damit erfolgreich gegenüber der Konkurrenz aus Asien behauptet.

Voriger Artikel
Apple holt sich Spitzenplatz in Marken-Rangliste zurück
Nächster Artikel
Neues Mietrecht: Makler scheitern vor Gericht

Das Kreuzfahrtschiff "Anthem of the Seas" bei der Werft Blohm+Voss in Hamburg.

Quelle: Daniel Bockwoldt

Hamburg.  

Die Umsätze der deutschen Werften stiegen um 28 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro, teilte der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) in Hamburg mit. Es gingen neue zivile Aufträge für 16 Schiffe im Wert von 4,3 Milliarden Euro ein, das sind 65 Prozent mehr als der sehr niedrige Vorjahreswert. Damit erhöhte sich der Auftragsbestand auf 40 Schiffe im Auftragswert von 10,8 Milliarden Euro, das ist der höchste Stand seit 2008. Die Zahl der Beschäftigten stieg um sechs Prozent auf fast 18 000.

"Die Konzentration auf Spezialmärkte zahlt sich aus", sagte VSM-Vorsitzender Harald Fassmer. Die deutsche Schiffbauindustrie hat einen grundlegenden Wandel hinter sich. Der traditionelle Bau von Handelsschiffen wie Tanker, Massengut- und Containerschiffe hat sich in den vergangenen Jahren komplett nach Asien verlagert. Schiffbauer in Japan, Korea und China haben ihre Kapazitäten massiv und zum Teil mit Hilfe ihrer Staaten oder Banken ausgebaut und beherrschen heute unangefochten mit einem Anteil von rund 80 Prozent den Weltmarkt.

Dagegen wirkt der deutsche Schiffbau mit einem Weltmarktanteil von kaum mehr als einem Prozent geradezu zwergenhaft, zumal im Vergleich mit den großen exportorientierten Industriebranchen wie Automobil, Maschinenbau oder Chemie. Doch Kreuzfahrtschiffe und Mega-Jachten machen 88 Prozent des Auftragsbestands aus. Und die haben mit Massenproduktion nichts zu tun. "Mega-Jachten erfordern eine hohe technische Leistungsfähigkeit", sagte VSM-Hauptgeschäftsführer Reinhard Lüken. "Jedes Schiff ist eine Sonderanfertigung." Der Markt der deutschen Schiffbauer sei durch den hohen Technologiestand abgegrenzt. 

Dennoch blickt die Branche mit Argusaugen auf die asiatische Konkurrenz, vor allem nach China. Dort entstehe gerade ein großer Markt für Kreuzfahrten für die wachsende Mittelschicht, berichtete Bernard Meyer von der gleichnamigen Werft in Papenburg. Es sei absehbar, dass China auch selbst Kreuzfahrtschiffe herstellen und eine entsprechende Zulieferindustrie aufbauen werde. Die Schiffbauer wollen nicht den Weg anderer Industrien gehen, die in China Produktionskapazitäten aufgebaut haben, etwa für Eisenbahnen, Flugzeuge und Autos. "Wir müssen eine europäische Antwort finden", sagte Meyer. "Wir werden alles tun, um den Standort Europa zu stärken, nicht den Standort China."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.529,50 +0,15%
TecDAX 1.687,00 +0,03%
EUR/USD 1,0673 +0,12%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,21 +0,71%
HEID. CEMENT 83,50 +0,67%
DT. BANK 14,73 -1,98%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
LUFTHANSA 12,14 -0,50%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 166,72%
Structured Solutio AF 154,79%
AXA IM Fixed Incom RF 141,93%
Stabilitas PACIFIC AF 140,74%
Crocodile Capital MF 122,39%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr