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Wirtschaft Mehr als jeder Fünfte arbeitet für Niedriglohn
Nachrichten Wirtschaft Mehr als jeder Fünfte arbeitet für Niedriglohn
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12:18 11.12.2016
Unter Niedriglohn wird ein Bruttostundenlohn von zehn Euro verstanden, das entspricht einem Monatslohn von 1.993 Euro für einen Vollzeitbeschäftigten. Quelle: dpa
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Berlin

Etwa jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland arbeitet für einen Niedrigstundenlohn von weniger als zehn Euro, in Ostdeutschland sogar mehr als jeder dritte. 2014 lag die Niedriglohnquote in den neuen Bundesländern bei 34,5 Prozent aller Beschäftigten, in den alten Ländern einschließlich Berlin bei 19,3 Prozent, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf Daten aus dem Bundesarbeitsministerium berichteten.

Die Zahlen hatte demnach der Linken-Fraktionsvize Klaus Ernst von der Bundesregierung angefordert. Die geringste Niedriglohnquote weist mit 15,5 Prozent Hamburg aus. Die höchste wurde mit 35,5 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet, gefolgt von den übrigen ostdeutschen Ländern mit jeweils mehr als 33 Prozent.

Wie die Bundesregierung dem Bericht zufolge in ihrer Antwort an die Linke mitteilt, lag die Niedriglohnschwelle nach der jüngsten Verdiensterhebung im Jahr 2014 bei zehn Euro Bruttostundenlohn beziehungsweise 1993 Euro Monatslohn für einen Vollzeitbeschäftigten. Nach der offiziellen Definition der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wird die Grenze zum Niedriglohn bei zwei Dritteln des mittleren Lohns der Beschäftigten gezogen.

Der Linken-Politiker Ernst wertete die Zahlen als Beleg, dass die Ungleichheit bei der Entlohnung in Ost und West „eine Demokratiebremse und eine hohe Hürde für die deutsche Einheit“ sei.

Von afp/epd/RND

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