Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -1 ° Schneeschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Metall-Arbeitgeber verteidigen Zeitarbeit

Arbeitsmarkt Metall-Arbeitgeber verteidigen Zeitarbeit

Die deutsche Metallindustrie verteidigt den Einsatz von Zeitarbeitern. Nach Darstellung des Verbands Gesamtmetall liegt ihr Anteil in der gesamten Branche allerdings lediglich bei 4,8 Prozent aller Beschäftigten - und damit nicht so hoch wie in einem Zeitungsbericht dargestellt.

Voriger Artikel
Stabwechsel beim Ifo-Institut besiegelt: Fuest folgt Sinn
Nächster Artikel
Commerzbank-Chef erwartet Filialsterben in der Branche

11,2 Prozent der Beschäftigten in den Metallberufen sind Zeitarbeiter.

Quelle: Alex Heinl

Berlin/Frankfurt. t.

Die "Welt" (Donnerstag) hatte unter Berufung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag an das Arbeitsministerium berichtet, dass mehr als jeder zehnte Beschäftigte in der Metallindustrie ein Zeitarbeiter sei. Der Verband wies die genannte Quote von 11,2 Prozent für die Branche als zu hoch zurück.

Die Linke reagierte auf die Darstellung der Arbeitgeber und stellte klar, dass es in der Antwort des Hauses von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) nur um die sogenannten Berufshauptgruppen in der Metallindustrie ging - nicht aber um den Wirtschaftszweig insgesamt.

Aus dem Ministerium hieß es zu den Anteilen der Zeitarbeiter in verschiedenen Berufsgruppen: "Die höchsten Anteilswerte werden zum Stichtag 30. Juni 2014 für die Berufshauptgruppen Metallerzeugung und -bearbeitung, Metallbauberufe (11,2 Prozent) und Verkehr, Logistik (außer Fahrzeugführung) (10,9 Prozent) ausgewiesen." Die Linke erklärte daraufhin, es habe offenbar bei der Darstellung dieser Angaben ein Missverständnis gegeben.

An der grundsätzlichen Kritik an solchen Beschäftigungsverhältnissen ändere sich jedoch nichts. "Gerade in Branchen, wo gute Gewinne gemacht werden, wird Leiharbeit strategisch als Alternative zu regulärer Arbeit eingesetzt, um die Löhne zu drücken und die Arbeitnehmerrechte zu schleifen", sagte Linken-Fraktionsvize Klaus Ernst. Extrem sei dies in der Autobranche, aber auch bei der Post, wie der aktuelle Tarifkonflikt zeige.

Ernst forderte, den Einsatz von Leiharbeitern auf maximal drei Monate zu begrenzen. Schon ab dem ersten Tag müssten sie gleich bezahlt werden. Nahles plant ein Gesetz zur Regelung der Zeitarbeit. Dabei beabsichtigt sie, die sogenannte Höchstüberlassungsdauer auf 18 Monate zu begrenzen. Nach neun Monaten sollen die Zeitarbeiter dann den gleichen Lohn wie Angehörige der Stammbelegschaft bekommen.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sieht dies kritisch. Die Zeitarbeit sei ein Beschäftigungsmotor, sagte Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer der "Wirtschaftswoche". "Zum anderen gibt sie die notwendige Flexibilität. Im Rahmen von Werk- und Dienstverträgen eingesetzte Arbeitnehmer sind keine Arbeitnehmer zweiter Klasse." Auch die Metall- und Elektroarbeitgeber in Bayern lehnten das Vorhaben ab. Die Branche benötige Zeitarbeiter zudem weiterhin, um Auftragsspitzen abzufedern.

Rückendeckung für Nahles kam vom DGB. "Es gibt Unternehmen, in denen die Zahl der Leiharbeiter seit Jahren die der Festangestellten übersteigt. Mit Auftragsspitzen hat das nichts mehr zu tun", sagte Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der "Wirtschaftswoche".

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 13.468,50 +1,41%
TecDAX 2.709,75 +0,97%
EUR/USD 1,2222 -0,16%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

THYSSENKRUPP 26,24 +4,54%
FRESENIUS... 66,84 +2,42%
BMW ST 94,86 +2,30%
MERCK 89,72 -0,27%
HEID. CEMENT 92,52 -0,24%
DT. TELEKOM 14,45 +0,03%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 281,74%
Commodity Capital AF 230,10%
Bellevue Funds (Lu AF 123,30%
SEB SICAV 2 SEB Ea AF 112,19%
Baring Russia Fund AF 104,35%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr