Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Midea übernimmt Roboterbauer Kuka zu fast 95 Prozent

Maschinenbau Midea übernimmt Roboterbauer Kuka zu fast 95 Prozent

Der Industrieroboter-Hersteller Kuka war bislang ein deutsches Vorzeigeunternehmen. Nun hat ein chinesischer Hausgerätefabrikant die Kontrolle übernommen.

Voriger Artikel
VW-Abgas-Affäre: Gericht gibt Startschuss für Musterverfahren
Nächster Artikel
Walmart kauft Jet.com für 3,3 Milliarden Dollar

Midea will bis März 2017 die Übernahme der Augsburger abschließen, die auf Roboter für die Industrie - insbesondere in der Autoproduktion - spezialisiert sind.

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand

Guangdong/Augsburg. Der chinesische Elektrogeräte-Hersteller Midea hat den Roboterbauer Kuka zu knapp 95 Prozent übernommen.

Nach dem Ende der Übernahmefrist verbleiben noch gut fünf Prozent der Kuka-Anteile bei ihren bisherigen Eigentümern, Midea hält jetzt 94,5 Prozent, wie das in der südchinesischen Provinz Guangdong ansässige Unternehmen am Montag mitteilte. Die Frist endete am vergangenen Mittwoch.

Wie Midea mit den verbleibenden Kuka-Aktionären umgehen will, ist unklar. Zunächst soll das Ergebnis des Übernahmeverfahrens bewertet werden. Dies sagte eine Sprecherin des Beratungsunternehmens Brunswick, das für Midea die Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland übernommen hat. Die Sprecherin bekräftigte die bisherige Linie der Chinesen: Midea sei "grundsätzlich offen für weitere Aktionäre, solange sie einen Mehrwert für das Unternehmen bringen".

Von einem Hinausdrängen ("Squeeze Out") der übrigen Aktionäre war bei Midea bislang nicht die Rede. Voraussetzung dafür wäre aktien- und übernahmerechtlich ohnehin, dass Midea 95 Prozent der Anteile hält - eine Schwelle, die das Unternehmen aktuell noch knapp verfehlt hat. Die Chinesen selbst produzieren Klimaanlagen, Kühlschränke, Waschmaschinen und andere Hausgeräte.

Midea will bis März 2017 die Übernahme abschließen. Kuka ist auf Roboter für die Industrie - insbesondere in der Autoproduktion - spezialisiert. Die Chinesen haben zugesichert, die 12 600 Arbeitsplätze bis zum Jahr 2023 zu erhalten.

Über den Verkauf des Augsburger Unternehmens an eine chinesische Firma hatte es aus mehreren Gründen politische Diskussionen gegeben. Die Kommunistische Partei will die Industrie des Westens bis Mitte des Jahrhunderts in ausgewählten Schlüsseltechnologien übertrumpfen, dazu zählen High-Tech-Maschinenbau und Produktionstechnologie.

Insofern gibt es Befürchtungen, dass technologisches Know-how von Augsburg nach China wandert. Doch fand sich kein deutscher Investor, der willig gewesen wäre, in eine Übernahmeschlacht einzusteigen.

Ein zweiter Grund der Diskussionen: In China wäre eine vergleichbare Übernahme für eine ausländische Firma unmöglich. Denn wer im Reich der Mitte bei einem großen Industrieunternehmen wie Kuka einsteigen wollte, bräuchte dafür einen chinesischen Partner - dem er die Hälfte der Anteile überlassen müsste. In China tätige deutsche Geschäftsleute berichten, dass das Klima für ausländische Investitionen sich in den vergangenen Jahren eher verschlechtert als verbessert hat.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.934,50 +1,48%
TecDAX 1.718,50 +1,07%
EUR/USD 1,0741 +0,23%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

THYSSENKRUPP 23,28 +5,56%
CONTINENTAL 176,82 +2,88%
DAIMLER 66,18 +2,50%
RWE ST 11,70 -2,42%
FMC 73,96 -1,25%
DT. BANK 16,87 -0,76%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 159,95%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 113,23%
Fidelity Funds Glo AF 91,70%
Morgan Stanley Inv AF 91,29%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr