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Milchkrise: Landwirte hoffen zum Bauerntag auf Politik

Agrar Milchkrise: Landwirte hoffen zum Bauerntag auf Politik

Unrentable Milchpreise, wegbrechende Märkte, Liquiditätsprobleme: Die Lage bei vielen deutschen Bauern ist angespannt. Hinzu kommen immer mehr Verordnungen und wachsende Verunsicherung. Auf dem Deutschen Bauerntag in Hannover soll das nun zur Sprache kommen.

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Die Milchproduktion konzentriert sich auf weniger Standorte.

Quelle: Carsten Rehder

Hannover. Mitten in der Milchkrise wollen Landwirte auf dem Deutschen Bauerntag ab Mittwoch wichtige Weichen für ihre Zukunft

 

stellen.

"Wir erwarten, dass uns die Politik in der Krise flankierend durch Kostenreduzierungen und Wirtschaftsprogramme hilft", erklärte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbands (BDV), Bernhard Krüsken, vor Journalisten in Hannover.

Gesunkene Weltmarktpreise und der russische Importstopp für EU-Agrarprodukte haben bei vielen Betrieben zu heftigen finanziellen Einbußen geführt. Betroffen sind vor allem Milchbauern, doch auch bei Schweinefleisch sowie bei Obst und Gemüse war die Lage kritisch.

Das von der Bundesregierung in Aussicht gestellte Unterstützungspaket sei "noch nicht in trockenen Tüchern", sagte Krüsken. Sowohl Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) wie auch EU-Agrarkommissar Phil Hogan stünden am zweiten Tag des Bauerntages daher bei ihren Reden vor den rund 600 Delegierten in der Pflicht. Sie sollen sich konkreter zu ihren Versprechungen einer weiteren Unterstützung für die in Finanznot geratenen Milchbauern äußern.

Mit Blick auf Hilfe aus Brüssel meinte Krüsken: "Die Unbekannte liegt im Moment in Europa, da ist noch keine Richtung erkennbar." Für den Bund hatte Schmidt bei einem Milchgipfel mit Vertretern von Bauern, Molkereien und Handel Ende Mai bereits Nothilfen von "100 Millionen plus X" zugesagt. Dabei geht es zum großen Teil um weitere Bundeszuschüsse zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung. Die Größenordnung des X soll Schmidt auf dem Bauerntag konkretisieren.

Wie prekär die Lage vieler Landwirte ist, zeigen die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Wegen geringer Ertragsaussichten geben immer mehr kleine Milchbauern in Deutschland demnach die Viehhaltung auf. Die Zahl der Betriebe mit Milchkühen war Anfang Mai um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert gesunken, teilte das Bundesamt am Dienstag mit. Zum Stichtag besaßen noch 71 302 Betriebe Milchkühe - 3460 Betriebe weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Milchkühe sank dagegen im selben Zeitraum um 0,3 Prozent auf 4,27 Millionen Tiere. Es hat also eine Konzentration der Milchproduktion stattgefunden.

Allgemein sind die Zahlen der gehaltenen Rinder und Schweine gesunken. Rund 12,56 Millionen Rinder und gut 27 Millionen Schweine standen Anfang Mai in den Ställen und auf den Weiden. Das waren 0,7 Prozent weniger Rinder und 3,7 Prozent weniger Schweine als ein Jahr zuvor - der niedrigste Schweinebestand seit fünf Jahren.

"Wir sind in einer schwierigen Phase", sagte Werner Hilse vom niedersächsischen Landesbauernverband. Er sprach von einer großen Verunsicherung der Landwirte und zeigte sich skeptisch, dass die deutschen Agrar-Exporte nach Russland auch nach einer Normalisierung der Handelsbeziehungen ihr altes Niveau erreichen werden: "Es ist die Frage, ob wir jemals zurück zu den alten Zahlen kommen." Nur auf einen Markt zu bauen, sei riskant. Ähnliches gelte für den britischen Markt. Krüsken erwartet beim Bauerntag auch zu den Folgen des Brexit Aufklärung und meinte: "Uns erfüllt das alles mit großer Sorge."

dpa

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