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16:33 03.07.2018
Durch die höheren Löhne steige der Konsum um 0,5 bis 0,7 Prozent, was dann wiederum das Wachstum anrege. Quelle: epd-bild/Norbert Neetz
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München

Der Mindestlohn erhöht einer Studie zufolge die deutsche Wirtschaftsleistung konstant um bis zu 0,5 Prozent. Das geht aus einer Untersuchung des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hervor, über die die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete.

Geringverdienern bringt der Mindestlohn demnach im Schnitt 18 Prozent mehr Gehalt. Auch angrenzende Lohngruppen profitierten. Durch die höheren Löhne steige der Konsum um 0,5 bis 0,7 Prozent, was dann wiederum das Wachstum anrege.

Jobverluste träten nicht ein

Damit fällt das Bruttoinlandsprodukt laut Studie über einen Zeitraum von zehn Jahren durchgehend um 0,25 Prozent höher aus als ohne Mindestlohn. Gibt der Staat seine Mehreinnahmen, etwa durch höhere Steuern, wieder aus, steige die Wirtschaftsleistung sogar doppelt so stark.

Die von Kritikern vorausgesagten Jobverluste durch den 2015 eingeführten Mindestlohn träten dagegen nicht ein. „Die Wachstumseffekte fallen auch deshalb so positiv aus, weil die Beschäftigung weitestgehend stabil bleibt“, schreiben die Forscher des gewerkschaftsnahen Instituts. Zwar fielen Minijobs weg. Sie würden aber zu einem großen Teil in normale sozialversicherte Arbeitsplätze umgewandelt, so dass sich am Arbeitsvolumen insgesamt nichts ändere.

Lohnuntergrenze soll auf 9,35 Euro steigen

Der Mindestlohn wurde 2015 eingeführt. Die unabhängige Kommission zum Mindestlohn hatte in der vergangenen Woche empfohlen, die gesetzliche Lohnuntergrenze bis 2020 von heute 8,84 Euro auf 9,35 pro Stunde anzuheben.

Von RND/epd

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