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Wirtschaft Mindestlohn schmälert Einkünfte der SPD
Nachrichten Wirtschaft Mindestlohn schmälert Einkünfte der SPD
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20:09 20.09.2016
DDVG-Geschäftsführer Dietmar Nietan bei einem SPD-Termin mit EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Quelle: Foto:
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Hamburg

Der Holding blieben nur noch knapp 2 Millionen Euro, nach gut 6 Millionen Euro Gewinn im Jahr davor. In die Parteikasse fließen unverändert 1,5 Millionen Euro. SPD-Geschäftsführer Dietmar Nietan, der als Generaltreuhänder bei der DDVG fungiert, steht dennoch zum Projekt seiner Partei: „Mit dem Mindestlohn haben wir eine Spirale nach unten durchbrochen“, sagte er am Dienstag in Hamburg.

Das müsse auch bei den Preisen für journalistische Produkte gelingen. „Für Qualität müssen wir einen Preis verlangen, sonst können wir sie nicht herstellen“, sagte Nietan, der beklagte, dass man im Internet „mit hanebüchenem Unsinn Erfolg haben kann“. Die DDVG forciere die Zusammenarbeit ihrer Beteiligungen, wo sie meist nur eine Minderheit hält, um Kosten zu senken und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Für dieses Jahr rechnen die DDVG-Geschäftsführer Jens Berendsen und Matthias Linnekugel wieder mit einem besseren Ergebnis, weil sich der Einmaleffekt des Mindestlohns nicht wiederholt und mehrere Verlage erfolgreich restrukturieren.

Die DDVG ist seit Jahren in beiden Medienwelten unterwegs. Zu den großen Beteiligungen gehört ein 26-Prozent-Anteil an der Madsack Mediengruppe in Hannover. Zunehmend wird auch in Online-Start-ups investiert. Mit Locafox und Lokalportal gehören zwei regionale Onlineportale dazu, die auch das Geschäft der Verlage ergänzen sollen. Zur Holding gehört außerdem Ökotest.

Von Stefan Winter

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