Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Moody's droht Großbritannien nach Brexit mit Herabstufung
Nachrichten Wirtschaft Moody's droht Großbritannien nach Brexit mit Herabstufung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:20 25.06.2016
Moody's droht Großbritannien mit einer Herabstufung: Der Ausblick für die Bewertung der Kreditwürdigkeit des Landes wurde von «stabil» auf «negativ» gesenkt. Quelle: Andrew Gombert
Anzeige
London

Die US-Ratingagentur Moody's droht Großbritannien nach dem Votum für einen EU-Austritt mit einer Herabstufung. Der Ausblick für die Bewertung der Kreditwürdigkeit des Landes sei von "stabil" auf "negativ" gekappt worden, teilte die Agentur am Freitagabend mit.

Das Rating blieb mit "AA1" aber zunächst unverändert. Es liegt eine Stufe unter der Topnote. Die Briten hatten am Donnerstag mehrheitlich für den Brexit, den Austritt aus der Europäischen Union (EU), gestimmt. Die Agentur bestätigte am Freitag das Top-Rating der EU mit "AAA" und einem stabilen Ausblick.

Moody's rechnet mit negativen Effekten des Brexit-Votums auf das Wirtschaftswachstum von Großbritannien. Die erhöhte Unsicherheit dürfte zu geringeren Ausgaben und Investitionen und damit zu einem geringeren Wachstum führen. Entsprechend kappten die Experten ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum des Landes im laufenden und kommenden Jahr.

Die zweite große US-Ratingagentur Standard & Poor's hatte zuletzt bereits signalisiert, dass Großbritannien im Falle eines EU-Austritts die Bestnote für seine Kreditwürdigkeit entzogen werden dürfte.

"Wenn Großbritannien sich im EU-Referendum am Donnerstag für einen Brexit entscheiden sollte, dann wäre das "AAA"-Kreditrating fällig und würde innerhalb kurzer Zeit danach zurückgestuft werden", sagte Moritz Kraemer, Managing Director und Global Chief Rating Officer Sovereign Ratings bei S&P, der "Bild"-Zeitung am Donnerstag.

Als Grund habe Kraemer angeführt, dass die politische Situation im Land bei einem Brexit weniger vorhersehbar und rational wäre, auch weil es keinen wirklichen Plan für die Zeit nach einem Brexit gebe.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Für Bauern sind es harte Zeiten. Um Milchbetriebe zu retten, drängt die Branche die Politik vor dem Bauerntag, bei Hilfen keine Zeit zu verlieren. Die Geschäftsaussichten hellt das aber auch nicht auf.

25.06.2016

Die Entscheidung der Briten zum Austritt aus der Europäischen Union hat zu heftigen Turbulenzen am Devisenmarkt geführt. Der Eurokurs gab am Freitag deutlich nach, das britische Pfund rutschte auf den tiefsten Stand seit 1985 ab.

24.06.2016

Audi will nach einem Bericht des "Manager Magazins" im Jahr 2025 rund 700 000 Elektroautos verkaufen. Zwischen 25 und 30 Prozent der verkauften Audis sollten dann elektrisch angetrieben werden.

24.06.2016
Anzeige