Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Neuer Chef der Monopolkommission kritisiert Kaiser's-Übernahme
Nachrichten Wirtschaft Neuer Chef der Monopolkommission kritisiert Kaiser's-Übernahme
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:24 27.03.2016
Auch der neue Chef der Monopolkommission kritisiert die Übernahme der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann durch Edeka. Quelle: Roland Weihrauch/Archiv
Anzeige
Berlin

Wambach erneuerte die Kritik an der Ministererlaubnis für den Deal durch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). "Vollbeschäftigung ist ein Ziel der Wirtschaftspolitik. Dies ist aber nicht gleichzusetzen mit dem Erhalt von Arbeitsplätzen bei einem bestimmten Unternehmen", sagte der Ökonom der "Welt am Sonntag". Im vorliegenden Fall gehe es nicht um strukturelle Arbeitslosigkeit. Die Kommission habe sich daher einstimmig gegen die Ministererlaubnis ausgesprochen.

Gabriel hatte entgegen der Empfehlung des Beratergremiums der Übernahme eine Sondergenehmigung erteilt und damit ein Verbot des Bundeskartellamts ausgehebelt. Monopolkommissions-Chef Daniel Zimmer trat aus Protest zurück. Wambach, zuvor schon Mitglied der Kommission und ab 1. April Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), wurde zu Zimmers Nachfolger ernannt.

Die Kritiker befürchten, der Wettbewerb im Lebensmittelhandel könnte mit der Fusion der beiden Ketten weiter eingeschränkt werden. Gabriel hatte betont, aus seiner Sicht sei der Schutz von Arbeitsplätzen wichtiger als die Bedenken des Kartellamts. Mit einer Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf versucht der Kölner Handelskonzern Rewe, die Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch Edeka noch zu verhindern.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Noch läuft es auf dem deutschen Arbeitsmarkt rund. Aber wie lange noch? Das fragen sich auch Experten. Denn die Konjunktur sorgt kaum noch für Schub. Spätestens in der zweiten Jahreshälfte könnte das auch der Arbeitsmarkt zu spüren bekommen.

27.03.2016

Der Aufwand, um den Strom- oder Gasanbieter zu wechseln, ist klein. Unter den Kunden ist der Anteil der Wechsler dennoch relativ gering. Verbraucherschützer sehen dafür mehrere Gründe und ein anderes Problem.

27.03.2016

Lange schien der Trend eindeutig: Das klassische Reisebüro hat in Zeiten des Internets kaum noch eine Zukunft. Doch seit zwei Jahren feiert der stationäre Vertrieb ein überraschendes Comeback.

26.03.2016
Anzeige