Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft New York veröffentlicht Regelwerk für Bitcoin-Geschäfte
Nachrichten Wirtschaft New York veröffentlicht Regelwerk für Bitcoin-Geschäfte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:40 04.06.2015
Bitcoin-Münzen, aufgenommen in Berlin beim Münzhandel «BitcoinCommodities». Quelle: Jens Kalaene/Illustration
Anzeige
Washington/New York

r. Auf 44 Seiten legt der wegen seiner großen Regulierungsfreude als "Sheriff der Wall Street" bekannte Staatsanwalt fest, unter welchen Umständen an Amerikas wichtigstem Finanzplatz mit "virtuellen Währungen" gehandelt werden darf.

Für Unternehmen steigen die Hürden - die sogenannte Bitlicense soll alleine 5000 Dollar an Bewerbungskosten verschlingen. Zudem müssen Firmen einen "Compliance Officer" haben, der sicherstellt, dass die Regeln eingehalten werden. Lawsky hat vor allem Geldwäsche und die Verwendung von Bitcoins bei anderen kriminellen Geschäften im Visier. Kritiker fürchten jedoch, dass der Regelkatalog vor allem den großen Akteuren der New Yorker Finanzbranche entgegenkommt - Investmentbanken und Hedgefonds, die viel Geld haben.

Allerdings machte Lawsky, der zum Monatsende abtritt und seine eigene Beratungsfirma startet, klar, dass die Regeln nur für Finanzunternehmen und nicht für Software-Entwickler gelten sollen. Für die Bitcoin-Gemeinde ist die Lizenzierung ein zweischneidiges Schwert - zum einen ist die Anerkennung des Digitalgelds als relevante Finanzinnovation ein Ritterschlag und eine offizielle Legalisierung. Zum anderen steht sie den Idealen der in der Cypherpunk-Szene geborenen Idee vom freien Geld diametral entgegen.

Der Bitcoin ist ein digitales Zahlungsmittel, das es seit 2009 gibt und das vor allem bei Online-Geschäften zur Anwendung kommt. Ursprünglich sollte damit ein Zahlungsverkehr ermöglicht werden, der unabhängig von staatlicher Kontrolle und Banken funktioniert, Transaktionsgebühren minimiert und Überweisungen beschleunigt. Bitcoins können am Computer errechnet oder mit etablierten Währungen wie Euro oder Dollar gekauft werden. Notenbanken warnen vor hohen Kursschwankungen und Sicherheitsrisiken.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die fortgesetzt lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat die Erholung des Dax am Mittwoch weiter vorangetrieben. Zeitweise übersprang der deutsche Leitindex wieder die Marke von 11 500 Punkten.

03.06.2015

Siemens hat beim Deutschland-Besuch von Ägyptens Präsident Al-Sisi den größten Einzelauftrag in der Firmengeschichte besiegelt. Konzernchef Joe Kaeser und al-Sisi unterzeichneten Aufträge zum Bau von drei Gaskraftwerken und bis zu 12 Windparks im Gesamtwert von acht Milliarden Euro.

03.06.2015

Die USA haben 2014 in der Außenwirtschaft wieder an Boden verloren. Das Handelsbilanzdefizit stieg im vergangenen Jahr auf gut 508 Milliarden Dollar (455 Mrd Euro) oder rund 2,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP), wie die US-Regierung in Washington mitteilte.

03.06.2015
Anzeige