Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Nordrhein-Westfalen wird Pilotbezirk für Metall-Tarife

Tarife Nordrhein-Westfalen wird Pilotbezirk für Metall-Tarife

Die Metall-Tarifverhandlungen sind am Montag gut vorangekommen. Nun wollen IG Metall und Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen den Sack zumachen.

Voriger Artikel
Stahlkrise trifft Thyssenkrupp
Nächster Artikel
EU-Kommissar: Wende zum Besseren in Griechenland für möglich

Demonstranten während eines Warnstreiks vor dem Mercedes-Benz Werk in Sindelfingen.

Quelle: Franziska Kraufmann

Frankfurt/Köln. Der Tarifkonflikt in der deutschen Metall- und Elektroindustrie soll in Nordrhein-Westfalen gelöst werden. Nach "konstruktiven" Verhandlungen vom Vortag haben der Vorstand der IG Metall wie auch Gesamtmetall beschlossen, die Verhandlungen im mitgliederstärksten Tarifgebiet fortzusetzen.

Verhandelt wird am Donnerstag in Köln, wie beide Seiten mitteilten. Bis dahin wird es nach Ankündigungen der Gewerkschaft weiterhin massive Warnstreiks geben.

Erstmals seit sechs Jahren könnte damit ein Pilotabschluss für die wichtige Metall- und Elektroindustrie wieder in Nordrhein-Westfalen gefunden werden. Bereits für den Mittwoch vereinbarte Gespräche im Dauer-Pilotbezirk Baden-Württemberg wurden auf Freitag verschoben.

Die Tarife für Deutschlands wichtigsten Industriezweig mit rund 3,8 Millionen Beschäftigten werden regelmäßig zunächst regional verhandelt. Im Laufe der Gespräche kristallisiert sich dann ein Pilotbezirk heraus, dessen Abschluss schließlich auf die anderen Tarifgebiete übertragen wird. An den nun für Köln geplanten finalen Verhandlungen nehmen regelmäßig auch die Bundesspitzen der IG Metall und des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall teil.

Am Montag hatten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber in der NRW-Stadt Neuss in der vierten Runde so weit angenähert, dass offenbar beide Seiten einen Durchbruch noch vor Pfingsten für möglich halten. Beide Seiten beschrieben die Gespräche als "konstruktiv und konzentriert".

"Wir verhandeln über ein Gesamtpaket aus Lohnzahl, Laufzeit und differenzierender Wettbewerbskomponente", sagte der Arbeitgeber-Verhandlungsführer Arndt Kirchhoff. Der tarifpolitische Werkzeugkasten sei weit geöffnet. Darunter versteht man unter anderem Ausnahmeregeln für schwache Unternehmen oder auch längere Laufzeiten.

Der IGM-Verhandlungsführer Knut Giesler trat in seiner Stellungnahme auf die Euphorie-Bremse: "Das Knäuel möglicher Lösungsfäden und Konfliktlinien ist noch keineswegs entwirrt. Wir haben am Montag begonnen daran zu arbeiten und werden dies am Donnerstag fortsetzen. Dabei besteht aber nach wie vor die Gefahr, dass an Fäden gezogen wird, die den Knoten unauflösbar verschließen."

Die IG Metall steigerte ihre bundesweiten Warnstreiks. Schwerpunkt war dieses Mal Bayern und das Tarifgebiet Küste. Allein in Hamburg kamen am Morgen mehr als 4000 Beschäftige zu einer Kundgebung auf dem Spielbudenplatz zusammen. Bundesweit waren es laut IG Metall rund 120 000, so dass die Gesamtzahl der Teilnehmer seit Aktionsbeginn auf 530 000 anschwoll.

Auch in den kommenden Tagen würden die Warnstreiks im geplanten Umfang weitergeführt, erklärte der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann. Vor der nächsten Verhandlung soll es am Donnerstag in Köln noch eine große Demonstration geben. Kirchhoff warnte davor, die Arbeitsniederlegungen zu verschärfen.

Die Gewerkschaft fordert 5 Prozent mehr Geld innerhalb einer einjährigen Laufzeit. Die Arbeitgeber haben für 24 Monate Entgelterhöhungen in zwei Stufen angeboten, die sich auf 2,1 Prozent summieren - dazu soll es eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent geben.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.529,50 +0,15%
TecDAX 1.687,00 +0,03%
EUR/USD 1,0673 ±0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,21 +0,71%
HEID. CEMENT 83,50 +0,67%
DT. BANK 14,73 -1,98%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
LUFTHANSA 12,14 -0,50%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 166,72%
Structured Solutio AF 154,79%
Stabilitas PACIFIC AF 142,96%
AXA IM Fixed Incom RF 139,36%
Polar Capital Fund AF 103,07%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr