Volltextsuche über das Angebot:

0 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Ökonomen erwarten mäßiges Wachstum bis 2017

Konjunktur Ökonomen erwarten mäßiges Wachstum bis 2017

Das jüngste Gutachten der führenden Ökonomen bescheinigt Deutschland trotz aller Krisen eine robuste Verfassung. Anders als das Geldgewerbe sehen die Ökonomen die EZB auf dem richtigen Weg.

Voriger Artikel
Rocket Internet mit fast 200 Millionen Euro Verlust 2015
Nächster Artikel
Urteil: Auch vor Weihnachten keine Sonntagsarbeit bei Amazon

Generatorenwerk von Siemens in Erfurt: Wirtschaftsforscher korrigieren ihre Prognose zum Wirtschaftswachstum in diesem Jahr. Foto: Martin Schutt/Archiv

Berlin. Der private Konsum hält die deutsche Wirtschaft auf Trab. Dabei regen die niedrigen Zinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) die Inlandsnachfrage nach Einschätzung von Ökonomen zusätzlich an.

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute halten in ihrem am Donnerstag vorgelegten Frühjahrsgutachten "die Ausrichtung der Geldpolitik für grundsätzlich angemessen". Sie kritisierten die Bundesregierung für eine "wenig wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahre".

In ihrer Prognose rechnen die Experten bis ins kommende Jahr hinein sowohl in Deutschland als auch weltweit mit einem mäßigen Wachstumstempo. Risiken gingen vom Strukturwandel in China aus. Die große Zahl an Flüchtlingen werde zwei Effekte haben: Sie treibe zum einen die öffentliche Konsumnachfrage an, werde aber auch die Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr leicht steigen lassen.

Die Institute erwarten in diesem Jahr 1,6 Prozent mehr Wirtschaftsleistung in Deutschland, das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als in der Prognose vom vergangenen Herbst. Im kommenden Jahr soll das Bruttoinlandsprodukt dann um 1,5 Prozent steigen.

Grund für die niedrigere Prognose sei die Tatsache, "dass sich die Weltwirtschaft Ende 2015 merklich abgekühlt" habe, sagte der Chefökonom des Münchner Ifo-Instituts, Timo Wollmershäuser, in Berlin. "Inzwischen mehren sich die Anzeichen, dass sich die internationale Konjunktur im ersten Halbjahr 2016 nicht weiter abschwächt", ergänzte der Konjunkturforscher Heiner Mikosch von der Technischen Hochschule Zürich. Für 2016 erwarten die Ökonomen ein weltweites Wachstum von 2,4 Prozent im Jahr 2016 und 2,8 Prozent im Jahr 2017.

Für den deutschen Arbeitsmarkt zeigen sich die Institute abermals zuversichtlich: So dürften in diesem Jahr rund 500 000 und im nächsten Jahr 390 000 Erwerbstätige hinzukommen. Wegen der Flüchtlinge, die dann verstärkt auf den Arbeitsmarkt kommen, werde aber Erwerbslosigkeit leicht steigen - von 2,74 Millionen (6,2 Prozent) in diesem auf 2,82 Millionen (6,4 Prozent) im nächsten Jahr.

Anders als deutsche Banken, Versicherer und Politiker, die die negative Folgen für Sparer und die Altersvorsorge beklagen, unterstützen die Institute die Niedrigzinspolitik der EZB. Dies gelte, solange die Kapazitäten in der Produktion der EU "nicht wieder normal ausgelastet sind", sagte Wollmershäuser. Es sei auch noch "keine Blase oder Überhitzung", etwa auf dem Immobilienmarkt festzustellen, von regionalen Ausnahme abgesehen.

Die Ökonomen empfahlen der Bundesregierung in ihrer sogenannten Gemeinschaftsdiagnose, ihre Ausgaben mehr in Investitionen zu lenken als in den Konsum. Auch eine Senkung der Steuer- und Abgabenbelastung könnte die Wirtschaft stimulieren. Immerhin werde der Staat nach 21 Milliarden Euro Haushaltsüberschuss im vorigen Jahr noch 11 Milliarden in diesem und 10 Milliarden im kommenden Jahr übrig haben.

An dem Gutachten wirkten das Münchener Ifo-Institut, das Essener RWI, das DIW in Berlin sowie das IWH in Halle federführend mit.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.800,00 +1,08%
TecDAX 1.703,50 +0,15%
EUR/USD 1,0713 -0,43%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. BANK 16,81 +8,83%
E.ON 6,43 +4,78%
FMC 74,94 +2,49%
MERCK 92,66 -0,86%
HEID. CEMENT 84,03 -0,43%
Henkel VZ 106,48 -0,37%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 153,16%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 111,56%
Polar Capital Fund AF 102,45%
Fidelity Funds Glo AF 91,69%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr