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Ölpreise nach Ende der Iran-Sanktionen weiter auf Talfahrt

Energie Ölpreise nach Ende der Iran-Sanktionen weiter auf Talfahrt

Die Sanktionen gegen den Iran sind aufgehoben, das ölreiche Land darf wieder Rohstoffe exportieren. Doch für den Markt ist das kein gutes Signal - die Preise rutschen immer weiter in den Keller.

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Ein Ende des Ölpreisverfalls ist derzeit nicht in Sicht. Foto: Robert Ghement

New York/Wien. Nach der Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen das wichtige Förderland Iran hat sich die Talfahrt der Ölpreise fortgesetzt. Am frühen Abend kostete ein Fass Nordsee-Öl der Sorte Brent mit Lieferung im März 28,73 Dollar und damit 21 Cent weniger als am Freitag.

Ein Fass der US-Sorte WTI zur Lieferung im Februar verbilligte sich um 40 Cent auf 29,02 Dollar. In der Nacht war der Preis für Nordsee-Öl noch bis auf 27,70 Dollar je Barrel (159 Liter) und der Preis für US-Öl auf 28,36 Dollar je Fass gefallen und damit jeweils auf den tiefsten Stand seit mehr als zwölf Jahren. Seit Beginn des Jahres sind die beiden wichtigen Ölpreise für die Weltwirtschaft um etwa ein Viertel eingebrochen.

Zum Wochenauftakt kommt der entscheidende Impuls für den Handel am Ölmarkt durch das Ende der Wirtschaftssanktionen gegen den Iran. Wegen der deutlichen Verringerung seines Atomprogramms hat das wichtige Mitgliedsland der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) den Weg für ein Ende der Wirtschaftssanktionen frei gemacht. Mit der Aufhebung der Sanktionen darf das islamische Land wieder Öl und Gas in die EU exportieren.

Für den Markt hat das Ende der Sanktionen gegen den Iran eine große Bedeutung, weil das ölreiche Land bereits angekündigt hat, seine Rohölausfuhren um etwa 500 000 Barrel pro Tag hochzufahren. Der Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Ulrich Grillo, teilte mit, die Modernisierung der Ölindustrie biete auch deutschen Unternehmen gute Chancen.

Doch schon jetzt lastet ein zu hohes Angebot auf den Ölpreisen. Vor allem die Opec hat zur Talfahrt der Notierungen beigetragen. Saudi-Arabien verfolgt als führendes Mitglied des Kartells die Strategie, Marktanteile zu verteidigen und Konkurrenten in den USA und Russland durch immer niedrigere Ölpreise aus dem Markt zu drängen.

"Momentan fördert die Opec gut eine Million Barrel pro Tag mehr Rohöl als vom Markt benötigt wird", schätzte Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank. Außerdem verschärfen sowohl die Schieferölproduktion in den USA als auch eine Ausweitung der russischen Fördermengen auf das höchste Niveau seit dem Ende der Sowjetunion die Lage auf dem Ölmarkt.

Doch der heftige Preissturz zwingt die Rohstoffmacht Russland zu einer raschen Anpassung des Staatshaushalts. Ministerpräsident Dmitri Medwedew kündigte in Moskau an, die Regierung werde dringende Maßnahmen an, um die Einnahmen der Rohstoffmacht zu erhöhen. Das Finanzministerium hatte zuvor eine Teilprivatisierung des Energiekonzerns Rosneft ins Spiel gebracht.

Der Preis für Opec-Rohöl fällt ebenfalls immer weiter. Am Montag teilte das Opec-Sekretariat mit, dass der Korbpreis am Freitag 24,74 US-Dollar pro Barrel betragen habe. Das waren 26 Cent weniger als am Vortag. Opec-Rohöl ist damit ebenfalls so günstig wie seit mehr als zwölf Jahren nicht mehr. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells.

dpa

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