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Ölpreiserholung liefert Dax Rückenwind

Börsen Ölpreiserholung liefert Dax Rückenwind

Der Ölpreisverfall hatte an den Börsen Sorgen um die Weltkonjunktur geweckt. Am Freitag nun stiegen die Ölpreise - das gab auch dem Dax Auftrieb.

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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX).

Quelle: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main. Der deutsche Aktienmarkt ist nach seinem verpatzten Start ins Jahr auf Erholungskurs geblieben. Die Anleger zeigten sich erleichtert, dass die Talfahrt der Ölpreise vorerst gestoppt ist.

Der Dax schloss mit einem Plus von 1,99 Prozent bei 9764,88 Punkten. Auf Wochensicht bedeutet das einen Anstieg um 2,30 Prozent. Das Minus im noch jungen Jahr 2016 schmolz damit auf rund 9 Prozent zusammen.

Der Index der mittelgroßen Werte, der MDax, stieg zum Wochenschluss um 3,25 Prozent auf 19 216,73 Zähler und der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 2,89 Prozent auf 1668,90 Punkte vor.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 2,69 Prozent auf 3023,21 Punkte nach oben. Die Börsen in Paris und London legten ebenfalls deutlich zu. An der Wall Street stand der US-Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsende mehr als ein halbes Prozent höher.

In den vergangenen Wochen hatte der Ölpreisverfall immer wieder Sorgen um die Weltwirtschaft geweckt. Am Freitag preschten die Preise der beiden wichtigsten Rohölsorten WTI und Brent kräftig nach vorne. Rückenwind für den Aktienmarkt hatten zudem bereits am Donnerstag Spekulationen über eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB) geliefert.

Markus Huber, Händler für den Broker City of London Markets, schlug dennoch skeptische Töne an. Es bleibe abzuwarten, ob und wie lange reine Kommentare der EZB oder bestenfalls vage Aussichten auf weitere geldpolitische Lockerungen ausreichten, die Befürchtungen um eine Abschwächung der Weltkonjunktur zu verdrängen.

Auf Unternehmensseite richteten sich die Blicke auf SAP. Der starke Schlussspurt des vergangenen Jahres macht Europas größten Softwarehersteller zwar optimistischer für die Geschäfte über das laufende Jahr hinaus. Der Software-Konzern bewege sich mit seinen neuen Zielen aber lediglich im Rahmen der durchschnittlichen Markterwartung, meinten Händler. Die Papiere hinkten mit einem Plus von 0,40 Prozent dem Dax deutlich hinter.

Schlechter schnitten nur die Aktien des Industriekonzerns Thyssenkrupp ab. Sie fielen um 0,73 Prozent. Einem Händler zufolge scheinen die Chancen der Deutschen im Rennen um einen milliardenschweren U-Boot-Auftrag für die australische Marine zu schwinden.

Die Papiere der Lufthansa stiegen hingegen um 2,56 Prozent. Noch vor Beginn der Schlichtung hatten sich die Fluggesellschaft und die Gewerkschaft Ufo auf Tarifverträge zu Gehaltssteigerungen und zur Altersversorgung des Kabinenpersonals geeinigt.

Favorit im deutschen Leitindex waren die Aktien von Vonovia. Sie verteuerten sich um 5,51 Prozent. Im MDax zogen die Anteilsscheine des Branchenkollegen Deutsche Wohnen um 3,92 Prozent an. Immobilienwerte profitieren besonders von der Aussicht auf weiter niedrige oder sogar fallende Zinsen im Euroraum, weil sie den Boom in der Branche weiter befeuern könnten.

Am deutschen Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 0,31 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 140,98 Punkte. Der Bund-Future fiel um 0,24 Prozent auf 161,24 Punkte. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0808 (Donnerstag: 1,0893) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9252 (0,9180) Euro.

dpa

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