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Parfümeriekette Douglas plant Börsengang noch in diesem Jahr

Handel Parfümeriekette Douglas plant Börsengang noch in diesem Jahr

Hagen/Frankfurt (dpa) - Die Parfümeriekette Douglas will noch in diesem Jahr die Rückkehr aufs Börsenparkett wagen. Vorstandschef Henning Kreke sagte, nach dem Rückzug vom Aktienmarkt vor zwei Jahren und dem Umbau der zuvor überwiegend in Deutschland tätigen Einzelhandelsgruppe zu einer internationalen Parfümeriekette sei jetzt "die Zeit für das nächste Kapitel gekommen".

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Vor Börsengang: Wie viele Aktien im ersten Schritt an die Börse gebracht werden sollen, ließ das Unternehmen zunächst offen.

Quelle: Daniel Karmann/Archiv

Wie viele Aktien im ersten Schritt an die Börse gebracht werden sollen, ließ Douglas zunächst offen. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstag) planen die Eigentümer dafür zunächst rund ein Drittel der Anteile ein.

Sie strebten daraus "gut eine Milliarde Euro" an Erlösen an, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit dem Verfahren vertraute Kreise. Der Sprung aufs Parkett soll demnach möglichst noch vor der Sommerpause stattfinden.

Die Douglas-Eigentümer - der Finanzinvestor Advent und die Gründerfamilie Kreke als Minderheitsaktionärin - hatten Douglas 2013 von der Börse genommen, um das Unternehmen neu auszurichten. Damals hatte es noch fünf Sparten.

Neben der Parfümeriekette Douglas gehörten auch der Schmuckhändler Christ, die Buchhandelskette Thalia, der Modehändler AppelrathCüpper und die Süßwarenkette Hussel dazu. Vor allem Thalia war durch den Siegeszug des Online-Handels in Turbulenzen geraten.

Im Zuge der Neuausrichtung wurden inzwischen Christ und Hussel verkauft. Die verbliebenen drei Unternehmen - Douglas, Thalia und AppelrathCüpper - gehören zwar noch Advent und der Familie Kreke, sind aber inzwischen völlig unabhängig voneinander aufgestellt.

An die Börse kommen soll jetzt nur die Parfümeriekette. Mit 1700 Filialen in 19 Ländern und einem Marktanteil von 17 Prozent ist Douglas nach eigenen Angaben der größte Anbieter Europas. Das Unternehmen beschäftigt über 17 000 Mitarbeiter und machte im Geschäftsjahr 2013/2014 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.

Auch im schnell wachsenden Online-Handel mit Parfümerie-Produkten nehme das Unternehmen eine führende Position ein, hieß es in der Mitteilung. In den vergangenen beiden Geschäftsjahren seien im E-Commerce jährlich Wachstumsraten von rund 30 Prozent erzielt worden. Insgesamt habe das Online-Geschäft zuletzt bereits 8,6 Prozent des konsolidierten Umsatzes ausgemacht.

"Wir haben Douglas seit dem Delisting vor zwei Jahren erfolgreich von einer diversifizierten, überwiegend in Deutschland tätigen Einzelhandelsgruppe zu einer internationalen und fokussierten Parfümeriekette weiterentwickelt", sagte Kreke. Douglas sei bestens aufgestellt, um vom Wachstum des Beauty-Marktes zu profitieren.

Die Eigentümerfamilie Kreke betonte, sie wolle auch weiterhin als Gesellschafter bei Douglas engagiert bleiben.

dpa

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