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Wirtschaft Peter Terium muss seinen Chefsessel räumen
Nachrichten Wirtschaft Peter Terium muss seinen Chefsessel räumen
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22:49 19.12.2017
Nach über einem Jahr an der Spitze von Innogy muss Peter Terium gehen. Quelle: dpa
Essen

Die RWE-Tochter Innogy verliert nach der Gewinnwarnung vor einer Woche mit sofortiger Wirkung ihren Vorstandschef Peter Terium. Die Trennung sei im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat beschlossen worden, teilte Innogy überraschend am Dienstagabend in Essen mit. Einstweilen werde Personalvorstand Uwe Tigges den Posten des Vorstandsvorsitzenden übernehmen.

Die RWE-Ökostrom- und Netztochter hatte erst vergangene Woche wegen der andauernden Probleme auf dem britischen Markt die Gewinnprognose für 2017 gekappt. Unter anderem wegen stark gestiegener Investitionen sei zudem auch für das kommende Jahr mit einem geringeren Ergebnis zu rechnen, hatte das Unternehmen seinerzeit mitgeteilt.

Am Dienstageband legten Innogy-Aktien im Frankfurter Handel nach der Mitteilung zunächst zu.

Der Niederländer Terium hatte im April 2016 den Chefposten bei Innogy übernommen, nachdem er zuvor seit 2012 Vorstandsvorsitzender bei RWE gewesen war.

RWE hält an Innogy rund 77 Prozent und ist stark von den Dividendenzahlungen der Ökostrom-Tochter abhängig. Beide Aktien hatten an einem einzigen Tag gut 13 Prozent an Wert verloren.

Innogy hatte seit längerer Zeit massive EDV-Probleme auf dem britischen Markt und in der Folge erhebliche Kundenverluste. Ein 2016 gestartetes Kostensenkungsprogramm in Großbritannien reichte nicht aus, um die Einbußen auszugleichen. Kunden könnten dort vielfach nur dadurch gehalten werden, dass man ihnen Tarifwechsel mit günstigeren Konditionen biete, hieß es. Innogy beschäftigt etwa 42 000 Menschen.

Im November hatte Innogy angekündigt, die Mehrheit an seinem britischen Vertriebsgeschäft an den britischen Versorger SSE abzugeben.

Von dpa/RND

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