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Puma mit weniger Gewinn

Sportartikel Puma mit weniger Gewinn

Er ist angetreten, um Puma wieder auf Kurs zu bringen. Erste Erfolge hat Puma-Chef Björn Gulden inzwischen vorzuweisen - nur beim Gewinn hat der Norweger nach dem Geschmack der Anleger noch nicht geliefert. Das soll sich aber bald ändern.

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Beobachter gehen davon aus, dass teure Werbekampagnen und der starke US-Dollar den SDax-Konzern Puma stark belastet haben. Foto: Daniel Karmann/Archiv

Herzogenaurach. Nach jahrelangem Formtief sieht sich Puma inzwischen wieder für den harten Wettbewerb auf dem weltweiten Sportartikelmarkt gerüstet - nur beim Gewinn hapert es bislang noch. Das will Puma-Chef Björn Gulden aber in diesem Jahr ändern.

Dann werde das Unternehmen endlich die Früchte seiner teuren Werbekampagnen mit Pop-Ikone Rihanna und Sprinter-Idol Usain Bolt ernten, kündigte der Puma-Chef bei der Bilanzpressekonferenz seines Unternehmens am Donnerstag im fränkischen Herzogenaurach an.

"Wir haben mit den im Vorjahr gemachten Fortschritten eine wichtige Grundlage für das großartige Sportjahr 2016 mit Fußball- Europameisterschaft und den olympischen Spielen gelegt", betonte Gulden. Bei der Fußball-EM laufen fünf Nationalmannschaften mit Puma-Trikots ein. Bei den Olympischen Spielen sponsert das Tochterunternehmen des französischen Konsumartikel-Konzerns Kering acht Teams.

Für das laufende Jahr rechnet Puma-Chef Gulden daher mit Umsatzzuwächsen im hohen einstelligen Prozentbereich. Bei einem erwarteten Betriebsgewinn von 115 bis 125 Millionen Euro werde auch unter dem Strich etwas mehr übrig bleiben als 2015, prognostizierte Gulden, ohne sich näher festzulegen. Im Vorjahr hatte der Konzerngewinn bei 37,1 Millionen Euro gelegen - und damit 42 Prozent niedriger als 2014.

Neben der millionenteuren Image-Kampagne, die Puma wieder zu einer "coolen Marke" machen soll, haben nach Guldens Angaben auch der starke Dollar sowie Währungsabwertungen in einigen Schwellenländern den Puma-Gewinn geschmälert. Puma produziert vor allem in Fernost - allerdings zu Dollarbedingungen. Trotz der steigenden Produktionskosten erzielt Puma etwa in Brasilien oder Argentinien immer weniger für seine Produkte. Dem versuche man teils mit einer Produktion in Argentinien, Brasilien und der Türkei, teils mit selektiven Preisanhebungen zu begegnen.

Trotz des um 8,4 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro gewachsenen Umsatzes wurde der fränkische Sportartikelhersteller im vergangenen Jahr von dem zunehmend erfolgreichen US-Konkurrenten Under Armour vom Platz 3 auf der Weltrangliste verdrängt. Der Newcomer, der sich nach Erfolgen in den USA nun auch auf dem deutschen Markt etablieren will, machte 2015 umgerechnet einen Umsatz von 3,55 Milliarden Euro - und übertrumpfte damit erstmals Puma. Bei Puma gibt man sich dennoch gelassen. Größe sei nicht alles, hieß es.

Für einen Schub sorgten im vergangenen Jahr vor allem gutlaufende Geschäfte im vierten Quartal 2015. Nachdem inzwischen viele neue Produkte, darunter Sportschuhe, auf den Markt kamen, habe der Umsatz von Oktober bis Dezember um 17,1 Prozent auf 879 Millionen Euro zugelegt, berichtet Finanzvorstand Michael Lämmermann. Der operative Gewinn (Ebit) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent auf 10,9 Millionen Euro. Unter dem Strich schrieb Puma aber mit einem Verlust von 4,3 Millionen quartalsbezogen rote Zahlen.

dpa

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