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Renault ruft 15 800 Autos wegen Abgaswerten zurück

Auto Renault ruft 15 800 Autos wegen Abgaswerten zurück

Unter Alltagsbedingungen produzieren einige Renault-Fahrzeuge zu viele Abgase. Deswegen sollen jetzt 15 800 Autos zurück in die Werkstatt. Auch ein Opel-Modell bleibt in der Kritik.

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15 800 Renault-Fahrzeuge sollen zurück in die Werkstatt.

Quelle: Patrick Seeger/Archiv

Paris/Rüsselsheim. Im Verfahren um überschrittene Abgasnormen soll der französische Autobauer Renault 15 800 Fahrzeuge zurückrufen. Die Autos sollten neu eingestellt werden, sagte Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal dem französischen Sender RTL.

"Die Tests waren nicht ausreichend, das muss unter realen Fahrbedingungen gemacht werden", sagte Royal, die die Kooperation von Renault betonte.

Der Hersteller bestätigte die Angabenund präzisierte die Zahl. Royal hatte zunächst 15 000 Fahrzeuge genannte.

Frankreich hatte nach dem Bekanntwerden des VW-Abgas-Skandals die Untersuchung von 100 Fahrzeugen verschiedener Marken angeordnet. Die Prüfungen dauern derzeit noch an. Royal wies darauf hin, dass Autos einiger Marken die zulässigen Werte überschritten hätten. Weitere Hersteller neben Renault nannte sie nicht.

Nach einem Bericht von "Les Echos" soll auch Opel betroffen sein. Ein Sprecher des Unternehmens in Rüsselsheim äußerte sich nicht näher dazu. Opel lägen keine Äußerungen der zuständigen Ministerin Royal vor. Sollte es Fragen geben, werde man im vollen Umfang mit den französischen Behörden kooperieren, hieß es.

Laut Royal wollen sich die Verantwortlichen der bisher betroffenen Unternehmen mit der von ihr eingesetzten Kommission auseinandersetzen. "Es ist wichtig, dass die Luftverschmutzung beendet wird", sagte sie. Entsprechend müssten Fahrzeug-Konstrukteure Vorgaben für die Motoren umsetzen.

Renault hat für die kommenden Wochen einen Plan zur Reduzierung der Abgase seiner Diesel-Fahrzeuge unter echten Fahrbedingungen angekündigt. Bei einer Stichprobe in Frankreich hatten Diesel-Modelle die geltenden Normen für CO2 und Stickoxid überschritten.

"Unter den Testbedingungen des Genehmigungsverfahrens erfüllen unsere Fahrzeuge die Abgasnormen", hatte Verkaufschef Thierry Koskas am Montag gleichzeitig betont. Bei den Emissionen im realen Straßenverkehr gebe es aber Unterschiede zu den im Testverfahren gemessenen Werten.

Der Abgas-Skandal bei VW hatte den deutschen Autobauer in die schwerste Krise der Konzerngeschichte gestürzt und die Emissionen von Diesel-Fahrzeugen in der ganzen Branche zum Thema gemacht.

Im Streit um die Abgaswerte des Opel Zafira 1.6 cDi legte die Deutsche Umwelthilfe nach. Der Verein beantragte nach eigenen Angaben beim Kraftfahrt-Bundesamt, die Zulassung für diesen Typ zu widerrufen. Hilfsweise solle die Behörde einen amtlichen Rückruf anordnen, statt sich auf freiwillige Service-Aktionen des Herstellers zu verlassen.

Die Umwelthilfe behauptet auf Grundlage von Tests, der Wagen stoße deutlich höhere Stickoxid-Werte aus als angegeben. Opel hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Die genannten Messwerte seien korrekt und Neufahrzeuge würden regelmäßig überprüft, sagte der Sprecher.

dpa

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